Erion Saiti markierte die Führung gegen die kleinen Schanzer. Foto: Karin Bartsch
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Kantersieg im kleinen Derby: U19 besiegt Haching mit 7:1

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23.01.2005 - Zum dritten Mal in Folge holte Wolfgang Schellenberg mit den B-Junioren des TSV 1860 den Titel des Bayerischen Hallenmeisters an die Grünwalder Straße. Nachdem die A-Junioren bereits letzte Woche gewannen, komplettierte die U17 den Vereinserfolg zum Jahresbeginn für die Münchner Löwen, die erstmals in beiden Altersklassen siegten.

In der Dingolfinger Sporthalle Höll-Ost beherrschten die Löwen vor knapp 500 Besuchern zunächst in der Vorrunde ihre Gegner beinahe nach Belieben. 2:0 gegen den 1.FC Nürnberg (Tore: Armin Kinigadner und Alexander Eberlein), 3:0 gegen den TSV Eintracht Bamberg (Tore: Eigentor, Savio Nsereko und Lars Bender) und 4:0 gegen den FC Augsburg (Tore: 2x Julian Baumgartlinger, Alexander Eberlein und Lars Bender). Das Auftaktmatch gegen den Club war zunächst von viel Taktik geprägt; kein Team ging ein Risiko ein. Nach der Führung der Löwen wurde es etwas munterer, doch die Franken konnten die Löwen letztlich nie gefährden. Gegen Bamberg spielte die U17 ruhig, konzentriert und sehr abgeklärt und siegte am Ende überaus souverän. Im letzten Gruppenauftritt hatte sich der FCA, nachdem er das Halbfinale nicht mehr erreichen konnte, wohl schon etwas aufgegeben. Die Junglöwen glänzten über die ganze Spielzeit, waren hoch überlegen und hätten durchaus das ein oder andere Tor mehr machen können. Die U17 des TSV 1860 war von Auftritt zu Auftritt sicherer und besser geworden und ließ absolut keinen Zweifel daran, dass der Titel 2005 nur über sie zu holen wäre.

Im Halbfinale traf die U17 auf Regionalliga-Konkurrent SpVgg Greuther Fürth. Die Franken hatten sich in Gruppe II nur aufgrund der besseren Tordifferenz vor den punktgleichen Teams aus Schweinfurt und Unterhaching durchgesetzt. Etwas überraschend mussten sie aber dem vor allem kampfstarken Bayernligisten Wacker Burghausen den Gruppensieg überlassen. Letztlich wusste die U17 naher auch gegen Greuth vor allem spielerisch zu überzeugen. Die Schellenberg-Truppe machte es sich aber selbst schwer, denn etliche Hochkaräter lies man ungenutzt. Nachdem der Schütze des 1:0, Savio Nsereko, gegen Spielende mit einer Zeitstrafe belegt worden war, hatten die Löwen zwar bange eineinhalb Minuten in Unterzahl zu überstehen, ließen aber anderseits keine echte Chance der Franken mehr zu und erreichten somit verdient das Endspiel.

Im Finale trafen die beiden das Turnier bestimmenden Teams aufeinander, denn Wacker Burghausen hatte den 1.FC Nürnberg mit 2:1 bezwungen. Dabei waren die "Clubberer" zwar spielerisch besser, doch die Wackeraner entschieden die Begegnung, insbesondere nach einigen Zeitstrafen gegen den 1.FCN, für sich. Auch im Endspiel hatte alles den Anschein, als würden die Junglöwen ihren Erfolgsmarsch fortsetzen. Nach Treffern von Alexander Eberlein und Florian Jungwirth führten sie souverän 2:0 ehe kurz vor dem Ende Lukas Lechner für das erste 60-Gegentor des Turnieres und kurzzeitige Verwirrung der Sechziger sorgte. Die Halle stand vollends Kopf, als dem Außenseiter nach einem Abspielfehler im Löwenmittelfeld durch Adnan Kudnic eineinhalb Minuten vor dem Ende sogar der Ausgleich glückte. Doch in der Verlängerung hatten sich die Junglöwen wieder gefangen und erzwangen, insbesondere durch ihre spielerische Überlegenheit, den 3:2-Siegtreffer durch ein "Golden Goal", für das Savio Nsereko zusammen mit einem Gegenspieler verantwortlich zeichnete.

Die Löwen-U17 wurde somit souverän Bayerischer Hallenmeister 2005 und krönte damit eine überragende Hallensaison. "Nach den Erfolgen in den hochkarätig besetzten Hallenturnieren in Wiesentheid und Montabaur war dies bereits der dritte große Erfolg, den die U17 errang" so Wolfgang Schellenberg. Der Coach hofft, dass er mit seiner Truppe nach zuletzt drei Erfolgen in der Halle endlich auch auf dem Feld mit einem Titel belohnt wird. Ein Lob verdienten sich am Ende auch noch die Veranstalter vom FC Dingolfing. Die Mitarbeiter des Partnervereins der Löwen sorgten nicht nur für einen reibungslosen Ablauf sondern für eine glänzende Organisation.

TSV 1860: Rössl, Sikanja, Ratei, Eberlein, Nsereko, Kinigadner, Lars Bender, Baumgartlinger, Jungwirth, Fries, Sven Bender, Rösch

wh