Simon Burkhard (li.) bringt dringend benötigte Körperlichkeit mit, ist aber noch nicht auf bei 100 Prozent. Foto: Karin BartschSimon Burkhard (li.) bringt dringend benötigte Körperlichkeit mit, ist aber noch nicht auf bei 100 Prozent. Foto: Karin Bartsch

Die Löwen-U17 muss in der DFB-Nachwuchsliga zum Saisonstart zwar auswärts ran, der Anreiseweg beim Spiel gegen die SpVgg Unterhaching am Sonntag, 9. August 2026, ist jedoch überschaubar. Anpfiff in der Sportschule Oberhaching (Im Loh 2, 82041 Oberhaching) ist um 11 Uhr.

In der Vorrunden-Gruppe C ist bis auf die SpVgg Greuther Fürth alles versammelt, was im bayerischen Jugendfußball Rang und Namen hat: 1. FC Nürnberg, FC Augsburg, FC Bayern, SpVgg Unterhaching, Jahn Regensburg, FC Ingolstadt und die Junglöwen. Dazu kommt der SSV Ulm 1846 aus Baden-Württemberg. „Das wird eine Herausforderung. Wie jedes Jahr müssen wir uns ordentlich strecken, wenn wir gut mithalten wollen“, sagt U17-Coach Peter Ulbricht.

Dem aktuellen U17-Jahrgang bescheinigt der Junglöwen-Trainer „Potenzial, aber sie rufen das nicht in dem Umfang ab, wo wir hinwollen. Deswegen wird es auf jeden Fall spannend, ob wir das im Laufe der Spiele schaffen, uns so zu entwickeln, dass wir das konstant liefern und abrufen können. Generell ist das Potenzial vorhanden, aber definitiv noch nicht in vollem Umfang ausgeschöpft“, lautet seine Analyse.

Das hat auch die Vorbereitung gezeigt, wo guten Spielen weniger gute folgten. Ein Highlight war sicher die Partie gegen die U18 von Manchester United, wo man nach zwei schnellen Gegentoren die Partie offen gestalten konnte, es aber versäumte, einen eigenen Treffer zu erzielen. Im letzten Testspiel vor dem Ligastart gab es eine 1:3-Niederlage gegen die U19 des SC Unterpfaffenhofen. Dabei hat Ulbricht erkannt, dass es noch an der entsprechenden Physis fehlt. „Insgesamt ist der Jahrgang noch nicht so körperlich stabil, wie wir uns das wünschen.“

Das lag vielleicht auch daran, dass der großgewachsene Innenverteidiger Nando Althaus, der jüngere Bruder von Samuel Althaus, ausfällt. Simon Burkhard, ebenfalls im Abwehrzentrum zuhause und körperlich robust, fehlte zeitweise nach einem Infekt. Zudem kam er aus einer langen Verletzungspause. „Da merkt man natürlich, dass er noch nicht so die Spritzigkeit und die Schnelligkeit hat, die er sicherlich haben könnte. Deswegen wird es noch dauern, bis er auf einem guten Level unterwegs ist“, so Ulbricht. Länger ausfallen werden zudem Neuzugang Adin Hrnjic und Richard Henning.

„Wir haben es trotzdem geschafft, dass wir eine Trainingsgruppe von 16 bis 18 Mann konstant hinbekommen“, erzählt der 40-jährige Ulbricht, konnte dabei feststellen, dass mit höherer Belastung die „Wehwehchen und kleinere Verletzungen“ zunehmen. „Das ist jetzt eine Aufgabe, dass so stabil hinzubekommen, damit wir eine konstant große Gruppe zusammen haben, um entsprechend Konkurrenzkampf um die Startplätze zu entfachen“, so Ulbricht weiter.

Unterhaching zählt nicht gerade zu den Lieblingsgegnern der Junglöwen. Die U17 hat in der letzten Saison aber beide Spiele gegen die Vorstädter gewonnen. „Das ist ein neuer Jahrgang, das ist immer was anderes. Wir müssen schauen“, wiegelt Ulbricht ab ab. „Generell wird aber für uns jedes Spiel anspruchsvoll. Wir müssen uns immer extrem strecken. Und dann liegt es erstmal an uns, ob wir das können. Egal gegen welchen Gegner.“ Haching verfüge über eine robuste Mannschaft. „Ich gehe davon aus, dass sie uns gleich zu Saisonbeginn alles abverlangen werden. Trotzdem ist es unser Ziel, das Spiel zu gewinnen. Für uns ist das ein Gradmesser zum Saisonstart!“

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