Junglöwen-Keeper Dennis Duru ist in dieser Szene klarer Sieger im Luftkampf. Foto: Joachim Mentel
Die Löwen-U19 startete mit einer unglücklichen 2:3-Niederlage in die Saison. Die Führung der Gäste durch Enis Redzepi (14.) glich Valentin Bannert drei Minuten später aus (17.). Durch Malik Mosrati (31.) und erneut Redzepi (38.) erspielten sich die Gäste einen Zwei-Tor-Vorsprung. Arda Efe konnte vor der Pause verkürzen (45.+1). Trotz Überlegenheit der Sechzger im zweiten Durchgang fielen keine Tore mehr.
Den ersten Torschuss aus der Distanz gab Xaver Lippmann ab, der aber deutlich am Tor vorbeiging (6.). In der 14. Minute die überraschende Führung für den VfB mit dem ersten Abschluss. Enis Redzepi kam rechts am Strafraum an den Ball, zog an zwei Löwen-Spielern vorbei nach innen, schloss dann mit links aus 18 Metern ab und traf genau ins linke Kreuzeck. 1860-Keeper Dennis Duru war absolut chancenlos. Drei Minuten später der Ausgleich. Stuttgart bekam eine Flanke nicht geklärt, die Kugel landete auf der linken Seite bei Efe Karakoc, der passte fast von der Grundlinie zurück auf Valentin Bannert, der aus zehn Metern Torhüter Tom Walz zum 1:1 überwand (17.). Beinahe wären die Gäste wenig später erneut in Führung gegangen. Idriss Youmgissi Kenmoe kam halblinks aus acht Metern zum Abschluss, traf aber nur den linken Pfosten. Der Ball sprang erneut zu ihm, diesmal war es Duru, der den Nachschuss mit einem tollen Reflex parierte (18.). Eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr brachte die Schwaben erneut in Front. Eine hohe Flanke aus dem Halbfeld Richtung Elfmeterpunkt wurde nur unzureichend abgewehrt. Der Ball landete halbrechts bei Malik Mosrati, der unbedrängt sich die Kugel auflegen konnte, aus 16 Meter ins kurze Eck zum 2:1 traf (31.). Beinahe hätten sich die Sechzger den dritten Gegentreffer selbst reingelegt. Ein missratener Rückpass ging an Duru und um Millimeter am linken Pfosten vorbei (32.). Sechs Minuten später fiel das 3:1 für Stuttgart und wieder war es ein Rückraumschuss. Almad Idrizi hatte am Strafraum quer auf Redzepi gelegt, der kam aus 17 Metern relativ unbedrängt halblinks zum Abschluss, hämmerte das Spielgerät ins kurze Eck (38.). Kurz vor der Pause brachte Jona Reichardt Junglöwen-Stürmer Paul Sturm im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Paul Züfle pfiff Elfmeter (43.). Der Gefoulte lief selbst an, Walz ahnte die Ecke, wehrte den unplatzierten Schuss ab (44.). Der wichtige Anschlusstreffer fiel trotzdem noch vor dem Seitenwechsel. Karakoc hatte von links auf den eingewechselten Rehan Murad gepasst, der scheiterte mit seinem Schuss aus acht Metern an Walz, den Abpraller verwertete Arda Efe gedankenschnell zum 2:3 (45.+1). Direkt danach war Pause.
Kurz nach Wiederanpfiff hatten die Junglöwen die Chance zum Ausgleich. Erst scheiterte Karakoc mit seinem Schuss vom linken Fünfmetereck, anschließend flipperte der Ball durch den Strafraum, Murad kam mit dem Rücken zum Tor an die Kugel, setzte sie per Drehschuss aus acht Metern am rechten Eck vorbei (49.). Fünf Minuten später kam Sturm aus 15 Metern im Zentrum zum Abschluss, sein Flachschuss aufs rechte untere Eck parierte Walz (54.). Nach einem Doppelpass mit Redzepi im Strafraum kam Massimo Di Benedetto rechts am Fünfmetereck zum Schuss, scheiterte aber am glänzend reagierenden Duru (59.). Ein Distanzschuss von Karakoc kam zu zentral, um Keeper Walz ernsthaft zu gefährden (65.). In dieser Phase waren die Sechzger klar das dominierende Team. Im Anschluss an einen Einwurf von rechts durch Bruno Mühl, der im Strafraum bei Sturm landete, setzte sich der Angreifer gegen seinen Gegenspieler durch, kam mit links aus zehn Metern zum Abschluss, doch der VfB-Keeper war zur unten, parierte den Schuss aufs rechte Eck (81.). beinahe hätte Redzepi mit seinem dritten Treffer für die Gäste alles klargemacht. Eine Hereingabe von links durch Collin Schramm erreichte er zwar mit dem Kopf im Zentrum sieben Meter vor dem Tor, konnte aber die Richtung des Balls nicht mehr verändern (85.). Die Junglöwen waren in der Schlussphase zwar permanent um den Stuttgarter Strafraum, Chancen sprangen aber keine dabei heraus. So tickte die Zeit herunter und der VfB konnte einen glücklichen Sieg feiern.
Junglöwen-Trainer Jonas Schittenhelm sprach von einem extrem schweren Spiel. „Stuttgart hat eine brutale Qualität. Wir sind eigentlich gut reingekommen ins Spiel. Nach dem 1:1 hatten wir eine Phase gehabt, wo wir ein bisschen Struktur gegen den Ball verloren haben und nicht mehr so gespielt haben, wie wir es uns vorgenommen haben“, bemängelte der 40-Jährige. Stuttgart hätte dies genutzt und sich ein paar Mal „richtig gut durchkombiniert über steil, klatsch, wo wir die Männer nicht aufnehmen. Dadurch hatte der VfB drei, vier sehr gute Möglichkeiten.“ Es sei wichtig gewesen, vor der Pause den Anschlusstreffer erzielt zu haben. „Schon vor der Halbzeit waren wir dann wieder echt gut drin.“ Mit der 2. Halbzeit war er zufrieden. Diese hätte gezeigt, dass das Fitnesslevel stimmt. „Wir waren dran, haben das Spiel offen gestaltet. Leider hat es am Ende nicht ganz gereicht, aber Mund abputzen und weitermachen!“
STENOGRAMM
U19-DFB-Nachwuchsliga, Vorrunde, Gruppe D
1. Spieltag, 08.08.2026, 14 Uhr
TSV 1860 München – VfB Stuttgart 2:3 (2:3)
TSV 1860 München
Duru (Tor) – Osmani (69., Mühl), Curic, Estermkann, Efe – Wohlketzetter (69., O’Bryant), Lippmann, Lacic (82., Peters) – Sturm, Bannert (36., Murad), Karakoc
Tore
0:1 Redzepi (14.), 1:1 Bannert (17.), 1:2 Mosrati (31.), 1:3 Redzepi (38.), 2:3 Efe (45.+1)
Gelbe Karten
Wohlketzetter, Estermann, Peters – Speidel, Walz
Besonderes Vorkommnis
Walz hält Foulelfmeter von Sturm (44.)
Zuschauer
150 1860-Trainingsgelände
Schiedsrichter
Paul Züfle (Böhringen); Assistenten: Nico Waibel (Krumbach), Louis Emier (Holzhausen)




