Junglöwen zu Gast in China. Foto: TSV 1860Junglöwen zu Gast in China. Foto: TSV 1860

Tag 1 und 2

Nach einem siebzehnstündigen Trip über Peking landet die U19 – oder besser gesagt eine U18-Auswahl – des TSV 1860 München in Qingdao, einer ehemaligen deutschen Koloniestadt im Nordosten Chinas. Viel Zeit sich zu akklimatisieren haben die Junglöwen, die von Peter Ulbricht und Beppo Gutsmiedl gecoacht werden (Chefcoach Wolfgang Schellenberg blieb wegen des Punktspielbetriebs der U21 in München), nicht, ehe am 13. August das erste Turnierspiel gegen Shenzen Shajing auf dem Programm steht. Die Löwen folgten einer Einladung des Sino-German-Ecoparks in Qingdao, der auch den Flug und die Unterbringung des 19-köpfigen Löwentrosses organisiert hat. Für die chinesischen Gastgeber ist der TSV 1860 München trotz des Abstiegs in die Regionalliga noch immer eine Topadresse im deutschen Jugendfußball. Einen Namen machten sich die Löwen im Reich der Mitte aber auch durch ihren ehemaligen Bundesligaspieler Jiayi Shao, der von 2002 bis 2006 das Löwentrikot trug.

Tag 3 und 4

BeimTurnier in Qingdao startet die U18-Auswahl des TSV 1860 gut ins Turnier. Gegen das Team aus Shenzen, einer Zwölf-Millionen-Metropole im Süden Chinas, gibt es einen 3:0-Erfolg der Junglöwen. Das Spiel erinnerte nach Starkregen an die Wasserschlacht von Frankfurt bei der Fußball WM 1974. Die Tore für den TSV erzielen Kocso, Richert und Amdouni.

Im zweiten Spiel gegen die Gastgeber aus Qingdao sind die Kräfteverhältnisse deutlicher verteilt. Mit 0:12 muss sich das überforderte Heimteam geschlagen geben. Rother erzielt drei, Richert, Till und Auburger je zwei Tore für den Giesinger Nachwuchs, Kovacevic, Ade und Bretorius netzen je einmal ein.

Durch die beiden Auftaktsiege sind die Löwen auf einem guten Weg in Richtung Turniersieg. Als nächstes soll es gegen die Vertretung aus dem 2000 Kilometer entfernten Guangzhou gehen.

Ehe es am Freitag zu den Finalspielen im Qingdao International Youth Campus Football Tournament kommt, besucht die Junglöwen-Truppe einen traditionellen chinesischen Markt und ein Spiel der zweiten chinesischen Profiliga. Dabei kommt es zu einem Wiedersehen mit dem Ex-Löwen Djordje Rakic der inzwischen für Qingdao Huanghai seine Fußballstiefel schnürt.

Tag 5

Nach zwei weiteren Siegen steht die U18 des TSV 1860 München im Finale des Turniers von Qingdao.

Im dritten Spiel des Turniers gelingt den Junglöwen gegen die Südchinesen aus Ghangzhou der dritte Sieg. Allerdings können die Sechzger erst nach der Pause für klare Verhältnisse sorgen und gewinnen am Ende deutlich mit 8:0. Die Treffer erzielen Balint Kocso (vier Tore), Ben-Luca Moritz (zwei Tore) sowie Marc Koch und Patryk Richert.

Endgültig perfekt macht das den Finaleinzug durch den 3:0-Erfolg über Gastgeber Qingdao 66. Das Team der 66er ist seit Jahren die erfolgreichste Mannschaft aus der Zehn-Millionen-Stadt. Balint Kocso, Marc Koch und Nicolas Till sorgen mit ihren Treffern für den vierten Sieg im vierten Spiel.

Nach vier Partien in vier Tagen freuen sich die Junglöwen nun auf einen freien Tag. Ein straffes Programm hat das Team trotzdem vor sich: Zunächst geht es zum olympischen Segel-Center. Dort fanden 2008 während der Sommerspiele von Peking die Segel-Wettbewerbe statt. Danach steht ein Besuch der Innenstadt von Qingdao auf dem Programm. Und zum Abschluss besuchen die Münchner das gelbe Meer, das zwischen der Volksrepublik China und der koreanischen Halbinsel liegt.

Tag 6 und 7

Im Finale trifft die U18 Auswahl auf den zweiten deutschen Vertreter, das DFI Bad Aibling, das sich in der Gruppe B durchsetzen konnte. Mit 8:1 (4:1) lassen sich die Junglöwen den Turniersieg nicht nehmen. Fabian Rother, Patryk Richert, Benny Auburger (je zwei Tore), Aleksander Kovacevic und Ben-Luca Moritz besorgen die Treffer für den TSV.

Fabian Rother, der im Anschluss zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde, sorgte mit einem Eigentor für den Treffer der Bad Aiblinger und damit auch für den einzigen Gegentreffer während des gesamten Turniers. Der Titel des besten Torschützen ging mit Balint Kocso (sechs Tore) ebenfalls an die Giesinger.

Fazit

Mit 34:1 Toren in fünf Spielen gaben die Nachwuchskicker des TSV 1860 eine ausgezeichnete Visitenkarte im Reich der Mitte ab. Neben dem sportlichen Ausrufezeichen zeigte sich der Löwennachwuchs ebenso interessiert an den kulturellen Angeboten sowie dem Schulsystem des Gastgeberlandes. Umgekehrt waren auch die Chinesen vollauf zufrieden mit dem Besuch der Löwen. Durchaus möglich, dass auch im nächsten Jahr eine Mannschaft des TSV 1860 München nach Qingdao eingeladen wird, um im 2. International Youth Campus Football Tournament nicht nur den Titel zu verteidigen, sondern auch die Beziehungen zu den Gastgebern aus Qingdao zu vertiefen.

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