Noah Plöttner hatte per Foulelfmeter die Junglöwen in Stuttgart in Führung gebracht. Foto: Joachim MentelNoah Plöttner hatte per Foulelfmeter die Junglöwen in Stuttgart in Führung gebracht. Foto: Joachim Mentel

Die Löwen-U17 spielte eine halbe Stunde beim VfB Stuttgart gut mit, ging per Foulelfmeter durch Noah Plöttner sogar in Führung (19.). Dann aber gerieten das Team von Trainer Felix Hirschnagl innerhalb von acht Minuten mit 1:3 in Rückstand. Eine ähnliche Phase gab’s auch in der 2. Halbzeit, wo die Gastgeber drei Treffer in fünf Minuten erzielten. Kurz vor dem Ende traf der eingewechselte Antonio Sestito zum 2:6-Endstand (80.).

Die Junglöwen traten zunächst selbstbewusst auf, versteckten sich nicht und versuchten den VfB früh unter Druck zu setzen. Erstmals vor dem Tor der Schwaben wurde es in der 12. Minute gefährlich. Loris Husic hatte sich an der linken Grundlinie durchgesetzt, passte zurück auf Lance Fiedler, der halblinks aus zwölf Metern zum Abschluss kam, den aufspringenden Ball aber über die Querlatte setzte. Zwei Minuten später dribbelte sich Mustafa Tekin durch den Strafraum, sein Zuspiel auf Noah Plöttner am Fünfmeterraum wurde aber vom Stuttgarter Innenverteidiger unterbunden (14.). In der 18. Minute fing Efe Karacok auf der linken Strafraumseite ein Zuspiel von VfB-Keeper Nils Richter ab, passte zu Emre Erdogan, der beim Rauslaufen aus dem Strafraum zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Maximilian Graf pfiff sofort Elfmeter (18.). Plöttner lief an, täuschte den Torhüter und traf mit rechts ins linke untere Eck zum 1:0 (19.). In der 22. Minute hatten die Junglöwen nach einem Ballverlust im Spielaufbau Glück, dass Fiedler gerade noch den Abschluss von Jannik Oettinger halbrechts aus sieben Metern verhindern konnte und den Schuss ans Außennetz lenkte. Erneut führte in der 31. Minute eine Balleroberung zu einer Löwen-Chance. Georgios Genidis ging in einen Aufbaupass, spielte die Kugel zu Erdogan, der halbrechts aus 18 Metern zum Abschluss kam, doch Keeper Richter tauchte ab, wehrte den Schuss ab. Fast im Gegenzug das 1:1. Nach einer Kopfballverlängerung am Mittelkreis stand Arda Efe schlecht, versuchte seinen Gegenspieler Matheos Tsigkas noch zu halten. Der verlor zwar das Gleichgewicht, hielt sich aber auf den Beinen und legte im Sechzehnmeterraum auf den links mitgelaufenen Maksim Klickovic ab, der aus spitzem Winkel ins leere Tor zum Ausgleich traf (32.). Der Treffer machte den Junglöwen sichtlich zu schaffen. In der Folge verloren sie den Faden. In der 34. Minute traf Oettinger nach Zuspiel von Tuncay Durna halblinks aus zehn Metern nur den Pfosten des kurzen Ecks. Zwei Minuten später lag der Ball dann doch im 1860-Tor. Nach einem Einwurf von rechts wurde der Ball in die Mitte gechippt, Klickovic war mit dem Kopf zur Stelle, ließ aus fünf Metern Leon Erkocaoglan keine Chance (36.). Beinahe wäre vom Anstoß weg der Ausgleich gefallen. Genidis passte in die Mitte auf Erdogan, der aus 19 Metern zwischen zwei Stuttgartern hindurch aufs linke untere Eck zielte, doch Keeper Richter tauchte ab, lenkte den Ball um den Pfosten (37.). Die anschließende Ecke von Fiedler flog mit viel Schnitt aufs lange Eck, wo ein Stuttgarter Spieler für seinen Keeper auf der Linie klärte (38.). Das Tor fiel auf der anderen Seite. Nach einem Freistoß von Durna von der rechten Strafraumseite war der eingelaufene Antonijo Janjic mit dem Kopf zur Stelle, setzte die Kugel zum 3:1 unter die Latte (40.). In der 43. Minute musste Erkocaoglan zweimal Kopf und Kragen riskieren, um das 1:4 zu verhindern. Am Ende konnten die Junglöwen froh sein, dass der Rückstand zur Pause nur zwei Tore betrug.

Erneut musste Erkocaoglan nach Wiederanpfiff retten, als Janjic am Elfmeterpunkt frei zum Abschluss kam (51.). Wenig später klärte der 1860-Keeper gegen Tsigkas weit vor seinem Strafraum (53.). Die Junglöwen waren in der Folge wieder besser im Spiel. Das änderte sich nach einer Stunde schlagartig. Innerhalb von fünf Minuten kassierten sie drei Gegentreffer. In der 63. Minute kombinierte Stuttgart ungehindert im 1860-Strafraum, am Ende setzte Karl Kempf den Ball aus zehn Metern zum 4:1 ins linke Kreuzeck. Eine per Kopf abgewehrte Flanke nahm in der 66. Minute Durna halbrechts freistehend aus acht Metern direkt aus der Luft, traf zum 5:1. Und zwei Minuten später war es Oettinger, der frei auf Erkocaoglan zulief und ihn von der Strafraumkante zum 6:1 überlupfte (68.). Damit war die Partie endgültig gelaufen. In der Folge waren die Sechzger um Schadensbegrenzung bemüht. In der 80. Minute flankte Erdogan von rechts in die Mitte, Fiedler am Elfmeterpunkt legte die Kugel nach links raus auf Antonio Sestito, der mit links aus neun Metern zum 2:6 unter die Latte traf (80.). Kurz vor dem Ende gab’s für die Löwen Freistoß 21 Meter vor dem VfB-Tor. Erdogan lief an, sein Schuss wurde von der Mauer abgefälscht, der Abpraller landete vor den Füßen von Job Musuasu, der aber bei seinem Schuss aus sechs Metern im letzten Moment noch entscheidend gestört wurde (90.). Kurz danach war Schluss.

Trainer Felix Hirschnagl war zufrieden mit dem Beginn. „In den ersten 30 Minuten waren wir echt gut drin, sind auch verdient mit 1:0 in Führung gegangen. Aber typisch für uns ist auch, dass wir in den Phasen, die für uns laufen, zu wenig rausholen“, ärgerte sich der 39-Jährige. „Danach war wieder das alte Thema“, beschrieb er die Viertelstunde vor der Pause. „Nach dem Ausgleich haben wir die Köpfe hängen lassen, sind nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen und haben uns nicht mehr gegenseitig abgesichert.“ Ähnlich sah er die fünf Minuten in der zweiten Hälfte, als der VfB drei Treffer nachlegte. „Sicher ist Stuttgart kein Gradmesser für uns. Aber wir dürfen uns nicht so überrollen lassen. Defensiv ist das einfach zu wenig!“


STENOGRAMM

U17, 19 Spieltag B-Junioren-Bundesliga, 18.02.2024, 13 Uhr
VfB Stuttgart – TSV 1860 München 6:2 (3:1)

TSV 1860 München
Erkocaoglan (Tor) – Rexhaj, Efe (46., Lichti), Krasniqi, Efe, Fiedler – Tekin, Husic, Genidis – Erdogan, Plöttner, Karakoc (46., Musuasu).

Tore
0:1 Plöttner (19., Foulelfmeter), 1:1 Klickovic (32.), 2:1 Klickovic (36.), 3:1 Janjic (40.), 4:1 Kempf (63.), 5:1 Durna (66.), 6:1 Oettinger (68.), 6:2 Sestito (80.)

Gelbe Karten
Agzikara, Richter – Efe, Fiedler, Genidis

Zuschauer
250 Robert-Schlienz-Stadion Stuttgart

Schiedsrichter
Maximilian Graf (Mellrichstadt); Assistenten: Christian Keßler (Hofheim), Anton Muthig (Ramsthal)

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