Arin Garza (li.) hatte für die Junglöwen das zwischenzeitliche 1:1 gegen Eintracht Frankfurt erzielt. Foto: Joachim MentelArin Garza (li.) hatte für die Junglöwen das zwischenzeitliche 1:1 gegen Eintracht Frankfurt erzielt. Foto: Joachim Mentel

Die Löwen-U19 verlor das Nachholspiel des 13. Spieltags mit 2:4 gegen Eintracht Frankfurt. Überragender Mann bei den Hessen war Marko Mladenovic der drei Treffer erzielte und den vierten vorbereitete. Den zwischenzeitlichen 1:1 Ausgleich besorgte Arin Garza (36.). Das zweite Tor der Junglöwen entsprang einem Eigentor von Tim Hannak (89.), der zuvor das 3:1 für die Hessen erzielt hatte.

Es dauerte bis zur 10. Minute, ehe die Junglöwen die erste gefährliches Szene hatten. Christian Leone luchste seinem Gegenspieler im Strafraum den Ball ab, kam halbrechts aus zwölf Metern zum Abschluss, doch der Frankfurter Tim Hannak am langen Eck konnte den Schuss blocken. Im Gegenzug passte Anas Alaoui vom rechten Fünfmetereck auf Ayoub Chaikhoun, der aus sechs Metern bedrängt an die Kugel kam, sein Abschluss ging abgefälscht am Tor vorbei (11.). In der 18. Minute zog Leone von rechts nach innen, schloss dann mit links aus 13 Metern ab, SGE-Keeper Julian Brätz tauchte ab, parierte den Schuss aufs lange Eck. Eine Ecke von links durch Xaver Kiefersauer wollte Frankfurts Torhüter wegfausten, kam aber nicht richtig an den Ball, der ging knapp am langen Pfosten vorbei (21.). Zwei Minuten später hatten die Junglöwen ihre bis dahin beste Chance. Einen Schuss von Raphael Ott von der Strafraumkante konnte Brätz nur zur Seite abwehren, Leone kam am Fünfmetereck an den Abpraller, brauchte aber zu lange für den Abschluss. Sein Schuss wurde geblockt, der Nachschuss von Kiefersauer aus 18 Metern ging deutlich übers Tor (23.). Wiederum zwei Minuten später dribbelte Finn Fuchs halblinks in den Strafraum, ging am Gegenspieler vorbei, legte sich dann aber den Ball zu weit vor und kam nicht mehr zum Abschluss (25.). Nach einem Handspiel eines Junglöwen drei Meter vor der Strafraumgrenze gab es Freistoß für die Eintracht. Marko Mladenovic lief an, schoss hoch aufs rechte Toreck, Miran Qela streckte sich, konnte aber den Einschlag zur Frankfurter Führung nicht verhindern (32.). Fünf Minuten später setzte sich Paul Wünsch auf der rechten Seite im Laufduell gegen Mike Gevorgyan durch, seine Hereingabe am ersten Pfosten konnte Lukas Reich jedoch klären (35.). Eine Minute später der Ausgleich. Ott hatte Reich auf der rechten Seite angespielt, der zog nach innen, ging zwischen zwei Gegenspielern durch, passte dann in die Tiefe auf den gestarteten Arin Garza, der halbrechts aus acht Metern Brätz zum 1:1 überwand (36.). Die Gäste zeigten sich aber wenig geschockt. Alaoui legte am Strafraum auf Mladenovic ab, der aber beim Abschluss das Gleichgewicht verlor und neben den linken Pfosten zielte (39.). In der Nachspielzeit sorgte erneut Mladenovic für den zweiten Treffer für die Hessen. Andrew Awusi Boddien hatte sich am linken Flügel durchgesetzt, passte zurück an die Strafraumgrenze, wo Mladenovic frei zum Abschluss kam und halbhoch links zum 2:1 einnetzte (45.). Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.

Kurz nach Wiederanpfiff sorgte ein Standard für das 3:1 der Frankfurter. Mladenovic hatte den Ball vom rechten Strafraumeck an den zweiten Pfosten geflankt, wo Hannak am höchsten stieg und per Kopf hoch ins linke Eck traf (48.). Beinahe hätten die Gäste zwei Minuten später auf 4:1 erhöht. Chaikhoun hatte sich links durchgesetzt, sein Rückpass auf Mladenovic nahm dieser direkt aus 13 Metern, der aber diesmal aus 13 Metern links am Tor vorbeizielte (50.). Fast wäre den Junglöwen in der 53. Minute der Anschlusstreffer gelungen. Reich drang von links in den Strafraum ein, passte aber nicht in die Mitte, sondern schloss selbst aus spitzem Winkel ab. Brätz konnte den Ball nach vorne abwehren, Noah Klose war zur Stelle, sein Schuss aus fünf Metern wurde jedoch noch leicht abgefälscht, ging links am Pfosten vorbei. Wenig später setzte sich der agile Leone rechts im Strafraum durch, legte ab auf Ott, der die Kugel aber nicht am Keeper aus kurzer Distanz vorbeibrachte (61.). In dieser Szene verletzte sich Brätz, musste durch Ersatzkeeper Finn Niklas Ludwig ersetzt werden (64.). In der 70. Minute kam Leone nach Doppelpass mit Reich halbrechts an der Strafraumkante zum Abschluss, sein Schuss ging knapp am langen Eck vorbei. Drei Minuten später dann die Vorentscheidung. Innenverteidiger Hannak schaltete sich mit in den Angriff ein, setzte sich auf der linken Seite durch, passte in den Rückraum, wo Mladenovic aus zwölf Metern seinen dritten Treffer zum 4:1 erzielte (73.). Die Junglöwen ließen sich nicht hängen, versuchten bis zum Ende das Ergebnis zu verbessern. Das gelang ihnen in der 88. Minute. Der eingewechselte Rron Gosalci hatte von rechts scharf nach innen geflankt, Hannak wollte vor Matthias Roitmayr klären, grätschte den Ball von der Fünfmeterkante zum 2:4 ins eigene Tor. Beinahe wäre eine Minute später sogar der Anschlusstreffer gelungen. Wieder war es Gosalci, der sich rechts durchsetzte, seine halbhohe Hereingabe wollte Roithmayr aus der Drehung direkt nehmen, traf aber aus zehn Metern den Ball nicht voll. Kurz danach war die Partie zu Ende.

„Das Ergebnis ist nicht gut für uns, trotzdem war es kein schlechtes Spiel meiner Mannschaft“, analysierte Junglöwen-Coach Jonas Schittenhelm. „Der Unterschied: Frankfurt hat seine Chancen genutzt, wir haben viel liegengelassen. Wir hatten es heute selbst in der Hand, aber am Resultat sieht man, wieso Frankfurt Zweiter ist und wir im Mittelfeld rumkrebsen.“ Die Winterpause, so der 37-Jährige, wolle man nutzen, „dass wir im neuen Jahr vorm Tor den nächsten  Schritt machen und unsere Chancen besser killen!“


STENOGRAMM

13. Spieltag A-Junioren Bundesliga, 16.12.2023, 11 Uhr
TSV 1860 München – Eintracht Frankfurt 2:4 (1:2)

TSV 1860 München
Qela (Tor) – Reich, Dulic, Dumitru (86., Roithmayr), Fuchs – Garza (86., Gosalci), Kiefersauer (67., Zimmermann), Gevorgyan – Leone, N. Klose (74., Dursun), Ott (86., Faßmann)

Tore
0:1 Mladenovic (32.), 1:1 Garza (36.), 1:2 Mladenovic (45.), 1:3 Hannak (48.), 1:4 Mladenovic (73.), 2:4 Hannak (88., Eigentor)

Gelbe Karten
Kiefersauer – Loune

Zuschauer
125 Trainingsgelände Grünwalder Straße 114

Schiedsrichter
Sebastian Stadlmayr (Donaumünster); Assistenten: Tim Bruckner (Waltenhofen-Hegge), Maximilian Hafeneder (Holzkirchen)

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