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22.01.2006 - Die U17 des TSV 1860 verteidigte im oberfränkischen Kronach vor gut 500 Zuschauern den Titel des Bayerischen B-Junioren-Hallenmeisters. Damit erspielten sich die Junglöwen mit Trainer Wolfgang Schellenberg zum vierten Mal in Folge den begehrten Hallentitel. Für den Coach war es bereits der sechste Titelgewinn in Folge nachdem er vor seinem Engagement bei den Löwen bereits mit dem Club-Nachwuchs 2001 und 2002 gewann.

Dabei startete die U17 zunächst schwach ins Turnier, steigerte sich dann aber kontinuierlich. Beim Auftakt gegen den Nachwuchs des Bayernligisten von der SpVgg Greuther Fürth unterlag die Schellenberg-Truppe mit 1:2. Man hatte zwar gut begonnen, auch einige Chancen, doch nach dem unerwarteten Rückstand reichte selbst der zwischenzeitliche Ausgleich durch Manuel Schäffler nicht zur Wende. Kurz vor dem Ende sicherte sich Fürth mit dem 2:1 den verdienten Erfolg.

Bevor die Löwen ihr zweites Spiel hatten, hatte Greuth, derzeit souveräner Spitzenreiter der Bayernliga Nord, bereits alle drei Spiele absolviert und stand nach drei Siegen als souveräner Gruppensieger im Halbfinale. Durch ein 2:0 gegen Wacker Burghausen (Tore: Timo Gebhardt und Manuel Schäffler) erhielten sich die Junglöwen ihre Chance auf den Einzug ins Halbfinale. In einem wenig berauschenden Spiel ging die U17 des TSV 1860 schnell in Führung und musste danach nicht mehr viel tun, auch weil sich der Bayernliga Süd-Dritte als zu harmlos präsentierte.

Im letzten Gruppenspiel gegen den Nachwuchs des 1.FC Nürnberg, den Tabellenfünften der Regionalliga, steigerten sich die Löwen und siegten am Ende gegen die "Clubberer" klar mit 5:1. Timo Gebhardt, Manuel Schäffler und Emrah Yilmaz sorgten schnell für einen beruhigenden Vorsprung an dem auch der 1:3-Anschluß nichts änderte. Den Junglöwen, denen ein Remis gereicht hätte, erhöhten durch Florian Jungwirth und abermals Timo Gebhardt auf 5:1 und erreichten damit das Minimalziel Halbfinale.

Dort traf die Schellenberg-Truppe auf den souveränen Gruppensieger FC Augsburg, der wie Greuth alle drei Vorrundenpartien gewonnen hatte. Der derzeitige Spitzenreiter der Bayernliga Süd konnte gegen die Löwen aber nicht an die Leistungen zuvor anknüpfen und unterlag dem TSV 1860 mit 0:2. Lars Bender hatte schon in der Anfangsphase beide Treffer erzielt und die Löwen konnten den Erfolg locker nach Hause schaukeln und sich schon etwas für das Finale schonen. Im Finale wartete wieder der Nachwuchs der SpVgg Greuther Fürth der Regionalligist 1.FC Schweinfurt im zweiten Halbfinale 3:1 besiegt hatte und damit ohne Punktverlust ins Finale eingezogen war. In einem guten und durchaus auf hohem Niveau stehenden Finale gelang den Junglöwen durch zwei herrliche Treffer von Lars Bender wiederum schnell die Führung. Obwohl Greuth kurz vor dem Wechsel den Anschluss schaffte, ließen die Jungs aus der bayerischen Landeshauptstadt nichts anbrennen. Mathias Wittek stellte mit dem 3:1 den Zwei-Tore-Abstand wieder her und bei weiteren Möglichkeiten waren die Löwen weiteren Treffern näher als Fürth, das später den Fairnesspokal bekam, dem Anschluss. Die Miene von 1860-Coach Wolfgang Sachellenberg, der nach der Auftaktpleite ziemlich angefressen war, änderte erst nach dem Schlusspfiff. Er bescheinigte seinem Team ein Klasse Finale und die beste Leistung im Turnier.

Mit dem vierten Titelgewinn in der siebzehnten Auflage haben die Löwen auf die bisherigen Rekordsieger 1.FC Nürnberg und dem Lokalrivalen in der Nähe der Grünwalder Straße aufgeschlossen. Aus den Händen von BFV-Jugendleiter Heinz-Peter Birkner nahm Kapitän Florian Jungwirth den Meisterwimpel und den Siegerpokal in Empfang. Lob galt es noch dem veranstaltenden Mitarbeitern und Organisatoren des SV Friesen auszusprechen. Der Landesligist, derzeit im Norden auf Rang zehn und somit im gesicherten Mittelfeld, hatte der Meisterschaft einen würdigen Rahmen geboten.

TSV 1860: Siegl, Süßmaier, Jungwirth, Wittek, Kaiser, Bender Lars und Sven, Gebhart, Yilmaz, Schäffler, Tot, Özcal.

wh