Selten konnten sich die Junglöwen, wie hier Paul Sturm, gegen Unterhaching in Szene setzen. Foto: Joachim MentelSelten konnten sich die Junglöwen, wie hier Paul Sturm, gegen Unterhaching in Szene setzen. Foto: Joachim Mentel

Die Löwen-U19 fand gegen die SpVgg Unterhaching nie ins Spiel und kassierte eine verdiente 0:2-Niederlgae. Marinus Spann (8.) und der eingewechselte Felix Müller trafen für die Vorstädter (67.). Für die Junglöwen ist damit der Traum von der Liga A für diese Saison beendet.

Die erste Chance des Spiels hatten die Sechzger. Jakob Schurz überflankte von links die Hachinger Abwehr, Emre Erdogan am zweiten Pfosten legte für Jamie Jenni in der Mitte auf, doch der traf den Ball am Fünfmeterraum nicht richtig, so dass er nicht aufs Tor kam (6.). Die Führung gelang den Gästen auf der anderen Seite. Nach einer Ecke von links kam der eingelaufene Marinus Spann am zweiten Pfosten vollkommen frei an den Ball, musste nur noch den Fuß hinhalten, traf per Innenrist aus sechs Metern (8.). Das war ein Wirkungstreffer für die Junglöwen. In der 13. Minute verloren sie im Spielaufbau völlig unnötig den Ball, Spann kam an der Strafraumkante zum Abschluss, doch diesmal rettete die Latte für 1860-Torhüter Luca Scholl. Im Anschluss an eine scharfe Hereingabe von der linken Grundlinie kam Samuel Weiß am kurzen Pfosten vor Arian Ortivero Calderon an den Ball, setzte ihn aber aus kurzer Distanz neben den linken Pfosten (23.). Chancen hatten in dieser Phase nur die Hachinger, nach vorne lief bei den Junglöwen nicht viel zusammen. An eine Ecke von rechts durch Weiß kam Scholl nicht ran, die Kugel landete bei Wesley Krattenmacher, der aber aus 16 Metern am kurzen Eck vorbeizielte (34.). Kurz vor der Pause hatten die Sechzger sogar die Möglichkeit zum Ausgleich. Lance Fiedler hatte halblinks für Valentin Bannert durchgesteckt, der legte im Strafraum quer auf Paul Sturm, der aber einen Tick zu spät dran war, dadurch den Abschluss nicht kontrollieren konnte und weit übers leere Tor schoss (45.+1). Unterm Strich war aber der knappe Rückstand das einzig Positive. Hätte Unterhaching die vielen Ungenauigkeiten und Abspielfehler der Sechzger im Spielaufbau konsequent ausgenutzt, hätten sie weitaus höher führen können.

Kurz nach Wiederanpfiff hatten die Junglöwen durch eine Einzelaktion von Erdogan die Chance zum Ausgleich. Der Stürmer dribbelte sich auf der linken Seite in den Strafraum, schloss dann an der Fünfmeterkante aus spitzem Winkel aufs kurze Eck ab, doch Vincent Huber hatte aufgepasst, parierte den Schuss zur Ecke (47.). Auf der anderen Seite rutschte ein Ball bis zu Philipp Knörchen durch, der am rechten Strafraumeck vollkommen frei zum Abschluss kam, zum Glück verzog er den Schuss aufs lange Eck (51.). Ein Aufsetzer von der Strafraumkante durch Erdogan wurde sichere Beute von Huber (53.). Nur knapp ging der 20-Meter-Schuss von Fiedler nach Bannert-Zuspiel in der 57. Minute am kurzen Eck vorbei. Die Sechzger waren jetzt wesentlich aktiver, wenngleich die Fehlerquote immer noch sehr hoch war. Nach einem Eckball von rechts schlug Fiedler am zweiten Pfosten ein Luftloch, die Kugel landete am linken Innenpfosten und sprang von dort wieder heraus (60.). Vier Minuten später hatten die Junglöwen erneut Glück, als Ortivero Calderon im Strafraum wegrutschte, Jason Eckl dadurch frei Bahn hatte, aber aus neun Metern in halblinker Position am langen Eck vorbeizielte (64.). Kurz danach wechselte Jonas Schittenhelm Ludwig Estermann ein, beorderte Ortivero Calderon in die Spitze (65.). Zwei Minuten danach kassierten die Sechzger das 0:2. Nach Linksflanke kam der kurz zuvor eingewechselte Felix Müller frei zum Kopfball, traf aus acht Metern ins rechte Eck (67.). Danach passierte nicht mehr viel. Der eingewechselte Efe Karakoc zielte noch von der linken Fünfmeterraumseite knapp am langen Eck vorbei (89.). Haching hielt die Sechzger weitgehend vom eigenen Tor weg, hatte dabei selbst noch die eine oder andere gefährliche Umschaltsituation. Am Ende stand eine vollkommen verdiente 0:2-Niederlage fest, womit der Traum von Liga A für dieses Jahr wohl endgültig beendet ist.

„Das war eine absolut desolate Leistung“, gab’s für Junglöwen-Coach Jonas Schittenhelm nichts zu beschönigen. „So brauchst du nicht auftreten. Es war sicherlich mit Abstand das schlechteste Spiel in diesem Jahr. Ehrlich gesagt kann ich es mir nicht erklären, wir haben alle Basics vermissen lassen und sind unter den Bällen durchgehüpft oder waren total fahrig beim Passen. Ich habe die Jungs die ganze Woche nicht gesehen, weil ich krankheitsbedingt raus war, aber es war weit weg von dem, was wir spielen können“, ließ er seinem Ärger freien Lauf. „Aktuell ist es für mich nicht greifbar, an was es gelegen hat. Ich bin maximal enttäuscht über die unfassbar schlechte Leistung!“


STENOGRAMM

U19-DFB-Nachwuchsliga, Vorrunde Gruppe E
13. Spieltag, 30.11.2025, 11 Uhr
TSV 1860 München – SpVgg Unterhaching 0:2 (0:1)

TSV 1860 München
Scholl (Tor) – Arnits (71., Efe), Jenni, Ortivero Calderon, Schurz – Hohmann, Krasniqi, Fiedler – Erdogan, Bannert (65., Estermann), Sturm (71., Karakoc)

Tore
0:1 Spann (8.), 0:2 Müller (67.)

Gelbe Karten
Krasniqi, Hohmann – Weiß, Spann

Zuschauer
250 1860-Trainingsgelände Grünwalder Str. 114

Schiedsrichter
Tobias Huthmacher (Sigmaringen); Assistenten: Dominik Hillmann (Pfuhl), Felix Braun (Kisslegg)

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