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Im Hinspiel dauerte es, bis Veit Bartsch (li.) und die Junglöwen den Respekt vor den Bayern abgelegt hatten. Foto: Joachim Mentel
29.10.2026

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Das Junglöwen-NLZ bedankt sich für die Unterstützung bei Fahrdienst, Turnierreisen, Sonderprojekten und vielem mehr.
28.10.2026

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27.10.2026

Fanartikelverkauf der FA & Societas-T-Shirts im Stadion

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Kantersieg im kleinen Derby: U19 besiegt Haching mit 7:1

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29.06.2003 - Mit großen Hoffnungen fuhren Hartmut Herolds U19-Junioren in den Westen zum Halbfinalrückspiel bei Bayer 04 Leverkusen. Hatten Sie doch im Hinspiel einen knappen Erfolg herausgespielt, den es lediglich zu verteidigen galt, um das Traumziel Finale zu erreichen. Wie schnell aber gerade auf diesem Niveau Träume zerplatzen können, erlebten die Junglöwen zwischen der 24. Minute und dem Halbzeitpfiff, als die Leverkusener innerhalb von gut 20 Minuten vier Treffer erzielten und so die Vorentscheidung beim insgesamt verdienten aber doch etwas zu hoch ausgefallenen 6:1 (4:0) Sieg herbeiführen konnten. Die Löwen konnten vor 3330 Zuschauern im Ulrich-Haberland-Stadion lediglich in der Anfangsphase an die guten Leistungen der bisherigen End-runde um die Deutsche Meisterschaft anknüpfen und präsentierten sich anschließend höchstens als fairer Verlierer.

Wie wichtig den Farbenstädtern die Partie war, zeigte schon die Maßnahme Neu-Profi Jan-Ingwer Callsen-Bracker zur Verstärkung aus dem Urlaub zurückzuholen. Dennoch bestimmten die Löwen am Anfang das Geschehen. Dani Baier setzte Marcel Schäfer über links ein und dessen Hereingabe spitzelte ein Abwehrspieler (9.) gerade noch vor dem einschussbereiten Lance Davids weg. Vier Minuten später schoss dann Timo Röttger das erste Mal gefährlich auf das Löwentor, bevor Dani Baier Lance Davids steil schickte und sich dieser anstatt vor seinem Gegenspieler nach innen zu gehen, sich nach außen abdrängen lies aber seine Hereingabe erneut zu Baier brachte, dessen Schuss im letzten Moment geblockt wurde. Nur eine Minute später setzte sich Dani Baier über links an der Grundlinie durch und bediente Marcel Schäfer, dessen Schuss knapp vorbei strich. Dann aber kam es knüppeldick für die Löwen, als Kenan Sahin im Anschluss an eine Ecke zunächst Löwenkeeper Hannes Gärtner übersprang, mit seinem Kopfball nur den Pfosten traf (24.) und dann den zurückprallenden Ball im Fallen zur 1:0 Führung für die Leverkusener versenken konnte. Marvin Abrahams traf dann mit seinem Kopfball nach einem Freistoss das Außennetz und nur sieben Minuten nach dem Führungstreffer legte der Bayer-Nachwuchs erneut durch Kenan Sahin nach, als er nach Freistossflanke von der linken Seite erneut am höchsten sprang und sich das Leder über den herauslaufenden Hannes Gärtner hinweg zum 2:0 in die Maschen senkte. Trotz des Schocks versuchten die Löwen auch weiterhin nach vorne zu spielen, wurden aber zunehmend harmloser. In der 39. Minute hatte sie dann auch eine gehörige Portion Glück, als Timo Röttger bei seinem Kopfball nur den Pfosten traf. Es sollte aber noch schlimmer kommen, als Kenan Sahin in der Schlussminute der ersten Hälfte erneut nach einer Ecke am Höchsten stieg und des Leder aus 5m per Kopf zum 3:0 in die Maschen wuchtete. Völlig konfus spielten die Junglöwen den Ball dann beim darauf folgenden Anstoß in des Gegners Reihen und wurden sofort wieder bestraft. Wem anders als dem überragenden Mann auf dem Platz - Kenan Sahin - sollte denn wohl die Rolle des Scharfrichters zukommen. Mit seinem vierten Treffer erzielte er aus 16m per Flachschuss den erschütternden 0:4 Halbzeitstand aus Sicht der Löwen.

Geschockt vom deutlichen Rückstand lief auch in der zweiten Hälfte nicht viel zusammen auf Seiten der Löwen. Die Leverkusener standen gut gestaffelt und hatten Räume zum Kontern. Zu-nächst verpasste Sahin eine Hereingabe (50.) von rechts nur knapp. Dann war es Timo Röttger, der per Kopf knapp drüber zielte (61.) und schließlich erhöhte Kenan Sahin mit seinem fünften Treffer auf 5:0, als er von Dennis Lamby herrlich bedient wurde und aus 7m eindrückte. Die Löwen hatten einfach nicht mehr die Kraft, sich noch groß dagegen zu stemmen. Einzig Dani Baier ließ noch das ein oder andere Mal sein Können aufblitzen. So bei seinem Freistoss in der 81. Minute, als er knapp am Lattenkreuz vorbei zirkelte bzw. zwei Zeigerumdrehungen später, als er nach schönem Doppelpass mit Simon Schmidt in den Strafraum eindrang und zu Fall gebracht wurde. Marcel Schäfer vollstreckte den fälligen Elfmeter zum 1:5 Ehrentreffer. Kurz darauf tauchte Andy Neumeyer alleine vor Nationaltorwart Adler auf, sein Schuss war aber harmlos. Schließlich stellte Dennis Lamby in der 87. Minute mit seinem Kopfball nach einer Ecke den 6:1 Endstand für die Farbenstädter her, die über das gesamte Spiel gesehen einfach das aggressivere Team hatten und dadurch insgesamt gesehen schlagkräftiger waren. Hinzu kam natürlich der entscheidende Mann in der Spitze Kenan Sahin, der von den Junglöwen nicht zu halten war.

So sah es auch Löwencoach Hartmut Herold: "Wir haben gut angefangen und gerade in der Anfangsphase auch unsere Möglichkeiten gehabt. Danach ließen wir uns mehr und mehr den Schneid abkaufen und haben uns meist durch eigene Fehler dumme Gegentore eingefangen."

Am Ende zeigten sich die Löwen trotz der Schlappe als faire Verlierer und gratulierten den Leverkusener zum ohne Zweifel verdienten Finaleinzug am 6. Juli in der nebenan gelegenen BayArena. Schließlich können auch sie auf eine erfolgreiche und mehr als zufrieden stellende Spielzeit zurückblicken, obwohl ihnen der ganz große "Wurf" versagt blieb.

TSV 1860: Gärtner, Meier (46. Berisha), Prechtl, Kokocinski, Janker, Baier, Burkhard, Schäfer, Schmidt (87. Eichler), Abrahams (61. Pickel), Davids (68. Neumeyer).

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