Luca Scholl hielt mit einigen Paraden die Junglöwen gegen Regensburg im Spiel. Foto: Markus BurgerLuca Scholl hielt mit einigen Paraden die Junglöwen gegen Regensburg im Spiel. Foto: Markus Burger

Die Löwen-U19 feierte mit 3:2 beim SSV Jahn Regensburg den zweiten Sieg in Folge in der DFB-Nachwuchsliga und ist gerüstet für das Derby am kommenden Sonntag auf dem 1860-Trainingsgelände. Efe Karakoc (9.) und Valentin Bannert (42.) hatten für eine 2:0-Führung gesorgt, ehe die Oberpfälzer durch Antony Sardarian (45.) und Maximilian Geiger (75.) zurückschlugen. Mit seinem zweiten Treffer machte Karakoc für die Sechzger alles klar (82.).

Bereits in der 2. Minute hatten die Gastgeber die Chance, in Führung zu gehen. Maximilian Dobler hatte halbrechts in den Lauf von Antony Sardarian gespielt, der tauchte frei vor Luca Scholl auf, schloss aus neun Metern ab, doch im letzten Moment grätschte der nachsetzende Manuel Curic dazwischen, grätschte den Abschluss ab. Auf der anderen Seite konnte Efe Karakoc gerade noch am linken Fünfmetereck am Abschluss gehindert werden (8.). Eine Minute später war er nicht zu stoppen. Auf der linken Seite lief er seinem Gegenspieler Florian Fischer nach einem Schnittstellenpass von Patrik Lacic davon, traf aus sieben Metern ins rechte Eck zur Junglöwen-Führung (9.). In der 23. Minute wurde Arda Efe nach Pass von Lacic nicht angegriffen, er konnte halblinks bis zur Strafraumkante laufen, sein Schuss kam aber genau auf den Körper von Torhüter Arlind Qela, der damit keine Probleme hatte (23.). In der 31. Minute setzte sich Karakoc wieder gegen seinen Gegenspieler durch und zog nach innen. Sein Rechtsschuss aus 18 Metern kam zu zentral, so dass Qela den Ball wegfausten konnte (31.). Ein 20-Meter-Schuss von Lacic auf die linke untere Ecke bereitete dem Jahn-Keeper Probleme, erst im Nachfassen bekam er das Spielgerät unter Kontrolle (37.). Die Junglöwen waren in dieser Phase am Drücker. Karakoc konnte in der 39. Minute erst im letzten Moment am Torraum gestoppt werden. Wenig später kam Efe links bis zur Grundline am Fünfmeterraum, seine Hereingabe fing aber Qela ab (40.). Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte passte Ben Wohlketzetter auf links zu Paul Sturm, der legte kurz vorm linken Fünfmetereck die Kugel quer an den zweiten Pfosten, wo der eingelaufene Valentin Bannert nur noch den Fuß hinhalten musste, den Ball aus kurzer Distanz zum 2:0 über die Linie beförderte (42.). In der 45. Minute stand Jahi Osmani auf der linken Angriffsseite der Regensburger alleine gegen zwei Mann, konnte die Flanke an den zweiten Pfosten nicht verhindern, wo Sardarian die Hereingabe artistisch aus der Luft nahm und auf 1:2 verkürzte (45.). Das war auch der Pausenstand.

Die Junglöwen hatten die Oberpfälzer zu Beginn der 2. Halbzeit gut im Griff. Ein Schuss von Lars Rakk im Zentrum aus 19 Metern bereitete Scholl keine Schwierigkeiten (59.). Im direkten Gegenzug spielte Lacic wieder Karakoc auf links tief an, der seinem Gegenspieler enteilt war, sein Schuss aus spitzem Winkel wehrt Qela mit einer Faust ab. Der Abpraller kam zu Wohlketzetter, der aber bei seinem Schuss aus 14 Metern in halbrechter Position den Ball nicht richtig traf (60.). In der 64. Minute bewahrte Scholl sein Team vor dem Ausgleich. Rakk war gegen Lacic zum Abschluss gekommen, sein 14-Meter-Linksschuss hoch aufs kurze Eck parierte der 1860-Keeper zur Ecke (65.). Eine Minute später spielte Efe im Strafraum halblinks Bannert an, der mit einem Drehschuss mit links aus acht Metern aufs lange Eck zielte, aber etwas verzog, so dass der Ball am rechten Pfosten vorbeiging (66.). Einen Konter der Regensburger in Gleichzahl klärte der zurückgeeilte Sturm im letzten Moment am eigenen Sechzehner (68.). Wohlketzetter machte wenig später über rechts Druck, flankte in die Mitte auf Bannert, der per Seitfallzieher aus acht Metern zum Abschluss kam, aber links am Tor vorbeischoss (70.). Das Tor fiel fünf Minuten später überraschend auf der anderen Seite. Rakk hatte vom rechten Strafraumeck flach an den Fünfmeterraum gespielt, wo Maximilian Geiger vollkommen frei vor Scholl auftauchte, den Ball zum 2:2 am Löwen-Keeper vorbeischob (75.). Doch die Sechzger reagierten auf den Treffer in der 82. Minute. Bienvenue Kawele hatte den Ball erobert, Efe lief anschließend halblinks Richtung Strafraum, wurde geblockt, der Ball sprang von einem Regensburger vor die Füße von Karakoc, der aus 15 Metern abzog, unter Qela hindurch zum 3:2 ins kurze Eck traf (82.). Nach einer Linksflanke von Rakk kam Maximilian Schwarz in der Mitte frei zum Kopfball, konnte die Kugel aber aus acht Metern nicht mehr aufs Tor drücken (89.). Ansonsten verteidigten die Junglöwen alles perfekt weg, feierten in der Liga ihren zweiten Sieg in Folge.

„Das Spiel war über weite Phasen offen“, analysierte Junglöwen-Coach Jonas Schittenhelm. „In der 1 Halbzeit haben wir es ganz ordentlich gemacht, kaum etwas zugelassen und lagen mit 2:0 in Führung. In den letzten paar Minuten der ersten Hälfte waren wir schon mit dem Kopf in der Pause. Regensburg hatte dann nochmals zwei Chancen.“ Eine führte zum Anschlusstreffer.

In der 2. Halbzeit sei es ein offenes Spiel gewesen. „Wir hatten nochmals gute Chancen, um das 3:1 zu machen, kriegen dann das 2:2.“ In dieser Phase sei er mit dem Team nicht zufrieden gewesen. „Nach Ballgewinn hätten wir einfacher aus dem Druck herausspielen müssen. Insgesamt war es ein sehr wildes Spiel, bei dem wir häufig durch Unsauberkeiten Bälle verloren haben. Und dann ging es wieder 70 Meter zurück. Das hat Kraft gekostet in einem sehr intensiven Spiel, in dem es hoch und runter gegangen ist.“ Das sei etwas der Jugend geschuldet, so Schittenhelm, „da mangelt es ein bisschen an Cleverness. Einfach mal rausspielen aus dem Druck, mal die Seite verlagern, klar in gewisse Räume spielen. Das hat mir heute teilweise gefehlt, aber geil, dass wir das Spiel trotzdem gezogen haben und die drei Punkte mitnehmen konnten.“

Kurz vor Abpfiff eskalierte es nochmals, weil der Regensburger Trainer Wilko Bauer in der 4. Minute der Nachspielzeit einen Eckball haben wollte, Schiedsrichter Jakob Hanser aber auf Abstoß entschied. Nach einer verbalen Entgleisung sah er Rot. „Der Schiedsrichter hatte eine ganz gute Linie und behandelten beide Seiten gleich“, verteidigte der Junglöwen-Coach den Unparteiischen. „Er hat einiges laufen lassen, was ich prinzipiell gut finde – aber auf beiden Seiten. Das hat er gut gemacht.“


STENOGRAMM

5. Spieltag, 06.09.2026, 13 Uhr
SSV Jahn Regensburg – TSV 1860 München 2:3 (1:2)

TSV 1860 München
Duru (Tor) – Osmani (85., Mühl), Curic, Estermann, Efe (85., Mantsch) – Wohlketzetter (85., O‘Bryant), Lippmann, Lacic – Sturm, Bannert (59., Murad), Karakoc

Tore
Scholl (Tor) – Osmani, Curic, Jünke, Efe – Wohlketzetter, Nitta (76., Keller), Lacic – Sturm (80., Kawele), Bannert (80., Murad), Karakoc (86., Mantsch)

Gelbe Karten
– Bannert

Zuschauer
60 Sportpark am Kaulbachweg.

Schiedsrichter
Jakob Hanser (Buching); Assistenten: Maximilian Biertümpfel (Baldham-Vaterstetten), Maximilian Raudensky (Illdorf)

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