Luca Dollinger, vom TSV Landsberg gekommen, war wie das gesamte Team nach dem Spiel gegen Deisenhofen über den verpassten Sieg enttäuscht. Foto: Joachim MentelLuca Dollinger, vom TSV Landsberg gekommen, war nach dem Spiel gegen Deisenhofen über den verpassten Sieg enttäuscht. Foto: Joachim Mentel

Die U21 gastiert am Freitagabend, 28. August 2026, zum Löwen-Duell beim TSV 1880 Wasserburg. Anpfiff auf dem Sportplatz Landwehrstraße (Landwehrstr., 83512 Wasserburg a. Inn) ist um 18.60 Uhr.

Beide Klubs haben nicht nur gemeinsam den Löwen als Wappentier. Der TSV 1860 München hat in Wasserburg eine große Anhängerschar. Die „Innstadtlöwen“ gehören zu den ältesten 1860-Fanclubs, Stadionsprecher Sebastian Schäch wohnt in Wasserburg und Heinz Schmidt, langjähriger Vizepräsident des TSV 1860 München, hat dort seine Steuerkanzlei und wird am Freitagabend unter den Zuschauern sein.

Aufsteiger Wasserburg ist mit drei Niederlagen in die Saison gestartet, schaffte dann aber den Turnaround. „Sie sind gut drauf“, erzählt Trainer Christoph Rech, „haben aus den letzten vier Spielen zehn Punkte geholt. Das ist natürlich sehr gut. Entsprechend werden wir uns drauf vorbereiten.“ Gespielt wird nicht im Badriastadion, sondern auf dem Sportplatz Landwehrstraße. Sowohl Rech als auch sein Trainerkollege Wolfgang Sonnenhauser kennen die Anlage. „Es ist ein relativ kleiner Platz. Auf jeden Fall werden viele Zuschauer da sein am Freitagabend beim Flutlichtspiel. Es ist immer cool in Wasserburg zu spielen“, findet Rech. „Nichtsdestotrotz richtet sich der Fokus auf unser Spiel.“

Wasserburg sei ein Gegner, der defensiv über eine gute Kompaktheit verfüge. „Sie haben ein, zwei wirklich sehr gute Spieler für die Bayernliga drin.“ Besonders Robin Ungerath hebt Rech hervor. „Er ist ein sehr guter Stürmer, hat auch schon in Burghausen Regionalliga gespielt. Er hat eine sehr gute Qualität.“ Trotzdem liege der Fokus bei den Innstädtern auf der „defensiven Kompaktheit. Sie versuchen dann über Umschaltmomente und Standardsituationen zu Toren zu kommen. Da haben sie eine hohe Qualität und machen es sehr gut“, warnt der 33-jährige Coach.

Seit dieser Woche trainiert Lucas Grancay wieder mit der Mannschaft. „Wenn im Abschlusstraining alles gut läuft, dann wird er auf jeden Fall mit in Wasserburg dabei sein“, sagt Rech. Ansonsten werden weiterhin Luis de Azambuja und Fabio Rost fehlen.  „Entsprechend werden wir den Kader mit Jungs aus der A-Jugend auffüllen.“ Wer von oben kommt, weiß Rech noch nicht. „Alle sind willkommen, die Spielpraxis brauchen“, erklärt er. Vielleicht kommt der eine oder andere aus der ersten Mannschaft zum Einsatz, da das nächste Heimspiel erst am Sonntag zu Hause gegen Landsberg stattfindet.

Thema war unter der Woche noch die vergebene Siegchance gegen den FC Deisenhofen. Trotz Führung und eine komplette Halbzeit Überzahl reichte es am Ende nur zum 1:1. „Wolfgang und mich würde es natürlich für die Jungs freuen, wenn sie sich mal mit einem Sieg belohnen könnten. Das würde uns natürlich helfen. Nichtsdestotrotz machen wir Schritte in die richtige Richtung“, findet Rech. „Klar hätten wir gegen Deisenhofen gerne gewonnen, wenn du 45 Minuten mit einem Mann mehr spielst. Die Erwartungshaltung war beim ganzen Team so, dass wir die drei Punkte holen. Leider haben wir es nicht geschafft.“ Umso größer sei der Frust gewesen. „Wir haben es uns nochmals zusammen angeschaut, genau analysiert. In ein paar Momenten haben wir einfach die falsche Entscheidung getroffen. Manchmal wissen die Jungs noch nicht so genau, wie sie sich verhalten müssen. Das ist auch irgendwo okay“, üben sich die Trainer in Geduld. „Trotzdem wollen wir natürlich den nächsten Schritt machen.“ Und vielleicht liegt diesmal das Quäntchen Glück auf Seiten der Münchner Löwen.

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