Tobias Stefer, Leiter Athletik im Junglöwen-NLZ, trainiert mit Oliver Arnits von der U19. Foto: Joachim Mentel
Dem einen oder anderen dürfte es schon aufgefallen sein: Seit einiger Zeit sind bunte Kreise in den Soccercourt des Nachwuchsleistungszentrums eingelassen. Diese dienen keinesfalls dazu, den Kunstrasen aufzuhübschen, sondern haben einen praktischen Hintergrund. Es handelt sich dabei um den FT360 Circle, ein innovatives Trainingskonzept zur fußballerischen Entwicklung junger Talente.
Die Macher, die hinter dem Projekt stehen, sind teilweise beim TSV 1860 München keine Unbekannten. Benjamin Götz war von 2019 bis 2021 Trainer der Löwen-U19. Tobias Hottner spielte selbst für die Junglöwen und fungierte in der Saison 2019/20 als Co-Trainer von Götz. Jonny Berthold und Tom Ruess vervollständigen das Team der Firma SOCCERA GmbH. Alle verbindet die gemeinsame Leidenschaft für den Fußball.
Die Idee, die hinter dem FT360 Circle steckt, ist einfach: Pro Spiel gibt es über 1.000 Ballkontakte. Jeder Spieler hat durchschnittlich 60 solcher „First Touches“. Und genau hier setzt der FT360 Circle an. Er ist das perfekte Produkt, um den First Touch zu trainieren. Passt die erste Ballberührung, verbessern sich auch alle weiteren Werte, wie Positionierung, Abschlussquote, Pressingresistenz, Präzision, Passquote und Zweikampfstärke. Das haben Untersuchungen ergeben. Dazu gibt es die FT360 App, die das First Touch Training einfach macht mit mehr als 180 Übungen, 40 einzigartigen Einheiten mit 3 Phasen pro Einheit sowie 10 verschiedenen Levels.
Benjamin Götz trainierte einst die U19 der Junglöwen, ist Teil des Projekts FT360 Circle. Foto: Privat
Den kreisförmigen Untergrund mit Farbkorridoren gibt es nicht nur als feste Integration wie auf dem 1860-Trainingsgelände, sondern auch als mobilen Teppich mit einem Durchmesser von 2 Metern, der überall zum Individualtraining genutzt werden kann. Der FT360 Circle ist aber nicht nur geeignet, um sich fußballerisch zu verbessern, sondern auch für Athletik- und Reha-Maßnahmen.
Als offizieller Partner des NLZ die Bayerische Junglöwen hat die SOCCERA GmbH gleich drei FT360 Circles auf dem Soccercourt verbaut und zusätzlich den Trainern in einer zweistündigen Fortbildungsmaßnahme die Vorzüge in theoretischer wie praktischer Form erläutert. „Uns ging es darum, Inspiration und Inhalte mitzugeben“, erzählt Neuro Performance Trainer Tobias Hottner. „Wir haben gezeigt, wie der FT360 Circle im Einzeltraining oder in kleinen Gruppen am besten einzusetzen ist, wie man den ersten Kontakt progressiv auf den Circles aufbauen kann und welche Kombinationen mit Scanning, Bewegungsabläufen und kognitiven Aufgaben möglich sind.“ Weitere gewinnbringende Anregungen für die Junglöwen-Trainer waren, wie sie die Circles in einen „Regenerationstag“ gezielt integrieren können. „Da gibt es verschiedene Spiele, die einfach Spaß machen, aber bei denen trotzdem der erste Kontakt immer im Fokus steht“, erklärt Tobias Hottner.
Auch im Athletik- und Reha-Training bei den Junglöwen zählt der FT360 Circle mittlerweile zum festen Bestandteil. „Der neue Soccercourt mit den FT360-Circles als ergänzende Elemente eröffnet uns vielfältige Möglichkeiten in der Trainingsgestaltung“, erläutert Tobias Stefer, Leiter Athletik im Junglöwen-NLZ. „Ob im Rehaprozess, um erste Ballkontakte zu sammeln, oder im Individual- bzw. Kleingruppentraining zur gezielten Förderung der technischen Fähigkeiten – die Einsatzbereiche sind breit gefächert.“ Durch die Integration von drei Circles sowie zwei Koordinationsleitern würden zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten entstehen. „Das ermöglicht ein abwechslungsreiches und effektives Training.“
Wer sich für den FT360 Circle und die App interessiert, findet weitere Informationen im Internet unter ft360.soccer.
In einer zweistündigen Fortbildungsmaßnahme bekamen die Junglöwen-Trainer die Vorzüge des FT360 Circle erläutert. Foto: Privat




