Die U11 von Hertha BSC bejubelt den Sieg beim 3. LÖWENCup. Foto: Joachim MentelDie U11 von Hertha BSC bejubelt den Sieg beim 3. LÖWENCup. Foto: Joachim Mentel

Der LÖWENCup für U11-Mannschaften konnte auch bei seiner 3. Auflage am 2. Mai 2026 begeistern. Erstmals triumphierte mit Hertha BSC ein Team außerhalb Bayerns. Die Premiere erlebte das Turnier 2024 zum 125-jährigen Jubiläum der Fußballabteilung des TSV 1860 München mit dem 1. FC Nürnberg als Sieger.

Der LÖWENCup bot auch in diesem Jahr interessanten Nachwuchsfußball auf hohem Niveau. Der Tag hatte für die zwölf Teams bereits um 10 Uhr mit der Partie des TSV 1860 München Weiß gegen den Kirchheimer SC nach der offiziellen Eröffnung durch Stefan Lex begonnen. Schon im Auftaktmatch beim 0:0 deutete sich an, dass der Qualifikant aus dem Münchner Nordosten ein ernstzunehmender Konkurrent sein würde. Es folgten 29 weitere Partien, bis die zwölf Mannschaften ihre Finalteilnehmer ermittelt hatten. Während des Tages schauten mehrere hundert Zuschauer an der Grünwalder Straße 114 vorbei, darunter auch einige verletzte Löwen-Profis wie Jesper Verlaat.

In der Vorrundengruppe A setzte sich der TSV 1860 München Weiß vor Red Bull Salzburg durch. Außerdem qualifizierte sich der FC Südtirol und der Kirchheimer SC für die Finalrunde. Auf den weiteren Plätzen folgten der FC Viktoria Pilsen und die SpVgg Höhenkirchen. Die Gruppe B schloss als Erster der FC Bayern München vor dem TSV 1860 München Blau ab. Auf den weiteren Plätzen landete Hertha BSC, Stuttgarter Kickers, DJK Göggingen und TSV Schwabmünchen.

Die Finalrunde bot teils hochdramatische Duelle. So zog der TSV 1860 München Weiß mit einem 11:10 nach Siebenmeterschießen über die Stuttgarter Kickers ins Halbfinale ein. Auch Hertha BSC musste nach Remis ins Siebenmeterschießen gegen Red Bull Salzburg, gewann dieses mit 5:3. Die weiteren Viertelfinalpaarungen wurden nach regulärer Spielzeit entschieden. So setzte sich der FC Südtirol mit 1:0 gegen den TSV 1860 München Blau durch. Die größte Überraschung gelang aber den Kirchheimern. Angefeuert von ihrem zahlreichen Anhang kegelten sie den FC Bayern, der bis dahin alle seine fünf Spiele gewonnen hatte, durch einen 1:0-Sieg aus den Medaillenrängen heraus, zogen ihrerseits ins Halbfinale ein.

Dort trafen sie auf den FC Südtirol. Auch hier gelang ihnen die Überraschung, jedoch erst im Siebenmeterschießen. Nach 5:3 war das Finalticket gelöst. Im anderen Halbfinale traf der TSV 1860 München Weiß auf Hertha BSC. Es entwickelte sich eine hochdramatische Partie. Kurz vor Schluss bekamen die Junglöwen bei Stand von 0:0 einen Siebenmeter zugesprochen. „Leider konnten wir den Matchball nicht verwandeln“, ärgerte sich Trainer Heico Kleinschmidt. Der Schuss landete nämlich am Pfosten. Im anschließenden Siebenmeterschießen unterlag sein Team den Hauptstädtern dann mit 5:6.

So standen sich der Kirchheimer SC und Hertha BSC im Finale gegenüber. Eine weitere Sensation gelang dem „Underdog“ aus dem Landkreis München nicht. Die Berliner ließen nichts anbrennen, dominierten das Endspiel und siegten am Ende mit 5:0.

Auf zwei Spielfeldern auf Platz 5 wurden die 34 Begegnungen parallel ausgetragen. Foto: Joachim MentelAuf zwei Spielfeldern auf Platz 5 wurden die 34 Begegnungen parallel ausgetragen. Foto: Joachim Mentel

Bei der anschließenden Siegerehrung, die David Müller wie das komplette Turnier moderierte, hatten sich alle noch anwesenden Finalrundenteilnehmer aufgestellt, wurden nacheinander aufgerufen und erhielten Erinnerungsmedaillen mit dem LÖWENCup-Logo. Was das Turnier für die Kids bedeutet, brachte der Kapitän des FC Südtirol auf den Punkt: „Das hier ist ein Abenteuer, das uns im Herzen bleibt.“ Zum Ende der Siegerehrung übergab Turnierleiter Vincent Saller im Beisein des Stellvertretenden Fußball-Abteilungsleiters Dr. Markus Drees den Wanderpokal an die Hauptstädter, die anschließend ihren Erfolg ausgelassen feierten.

Trotz verpasster Pokalverteidigung zog auch Heico Kleinschmidt, der zusammen mit Daniel Skodic die U11 der Junglöwen trainiert, ein positives Fazit. „Wir haben unsere Teams gleich stark gemacht, um konkurrenzfähig zu sein. Es war in Ordnung auf dem Niveau.“ Der TSV 1860 München Weiß beendete das Turnier auf dem 3. Platz. Das kleine Finale gegen den FC Südtirol wurde mit 5:4 nach Siebenmeterschießen gewonnen, Team Blau landete in der Endabrechung auf Rang sieben.

Nicht nur sportlich war das Turnier ein voller Erfolg. Auch das Drumherum stand einmal auf einem hohen Niveau. Die Organisation hatten die Trainer aus dem Nachwuchsleistungszentrum die Bayerische Junglöwen unter der Leitung von Vincent Saller übernommen. Insgesamt waren rund 40 NLZ-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie freiwillige Helfer über mehrere Tage im Einsatz. Die U15 sorgte am Turniertag mit ihren Eltern und den Trainern Aleksandar Stankovic, Oliver Schnös und Lino Ballof für das leibliche Wohl. Unterstützt wurden sie dabei vom Team des Löwen-Stüberl Wirts Bene Lankes. Es gab Getränke, Gegrilltes sowie Kaffee und Kuchen. Auch die Verpflegung der Teilnehmerteams klappte reibungslos. Die 1860-Schiedsrichtergruppe stellte die Unparteiischen, die durch unaufgeregte Spielleitung die 44 Partien immer im Griff hatten. Ein besonderer Dank geht auch an die Bayerische, die den 3. LÖWENCup als Hauptsponsor unterstützte und präsentierte.

Die Turnierergebnisse

Impressionen vom 3. LÖWENCup (Fotos: Joachim Mentel)

1860-Freunde-Club

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Mitgliedsantrag für den 1860-Freunde-Club
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