Emre Erdogans Schuss in dieser Szene in der 70. Minute wehrte Freibergs Keeper Kim Bayer an den Pfosten ab. Foto: Joachim Mentel
Die Löwen-U19 hat sich durch den 3:0-Erfolg über die SGV Freiberg an die Spitze der Tabelle in der Gruppe D der Liga B gesetzt und Revanche für die Hinspiel-Niederlage genommen. Die Tore für die Junglöwen erzielten Efe Karakoc (10.), Arian Ortivero Calderon (35.) und Edon Krasniqi (61.).
Die Partie begann mit einer halbstündigen Verspätung, weil das Team aus dem Landkreis Ludwigsburg bei der Anfahrt eine Buspanne hatte. Von Beginn an zeigten die Junglöwen, wer Chef im Ring ist. In der 7. Minute ließ Emre Erdogan nach Zuspiel von Jakob Schurz seinen Gegenspieler stehen, drang links in den Strafraum ein, kam dann aber nicht zum Abschluss. Besser machte es drei Minuten später Efe Karakoc. Nach Diagonalball von Ludwig Estermann lief er seinem Gegenspieler davon, kam an der linken Strafraumkante vor Kim Bayer mit der Fußspitze an den Ball, spitzelte ihn mit rechts am Keeper vorbei (10.). Das 2:0 fiel nach einem Standard. Lance Fiedler hatte einen Eckball von links mit rechts vors Tor geflankt, Arian Ortivero Calderon war vor dem Torwart zur Stelle, köpfte die Kugel aus drei Metern über die Linie (35.). Drei Minuten später dribbelte sich Paul Sturm durch den Strafraum, schlenzte dann den Ball halblinks aus zwölf Metern mit rechts aufs lange Eck, Torwart Bayer wehrte den Schuss genau vor die Füße von Edon Krasniqi ab, der mit seinem Nachschuss am glänzend reagierenden Bayer aus sieben Metern scheiterte (38.). Zwei Minuten später war es Karakoc, der nach einem weiten Einwurf von Schurz aus der Drehung am linken Fünfmetereck Richtung zweiten Pfosten zielte, wieder war Bayer unten, entschärfte den Schuss (40.). Im Anschluss an einen kurz ausgeführten Eckball von links zog Fiedler nach innen, schloss im Strafraum aus 15 Metern mit rechts ab, den zentralen Schuss klatschte Bayer mit beiden Händen zur Seite weg (45.+2). Kurz danach war Pause.
Gleich nach Wiederbeginn hatten die Junglöwen die nächste Großchance. Sturm hatte Erdogan mit einem Außenristpass auf die Reise geschickt, der drang halblinks in den Strafraum ein, kam dort im Zweikampf zu Fall und forderte Elfmeter. Doch Schiedsrichter Nico Nemtinow winkte ab (46.). Drei Minuten später die nächste Möglichkeit. Krasniqi hatte am gegnerischen Sechzehner den Ball erobert, passte auf Fiedler, der von der Grundlinie nach innen flankte, aber die Freiberger Defensive konnte die Hereingabe klären (49.). Zur Abwechslung kamen die Gäste mal zu einer Möglichkeit. Marlon Kohler hatte von links in den Rückraum gepasst, James Ojiekhai schloss aus 14 Metern in zentraler Position direkt ab, doch Mauricio Dunker war unten, fischte den Schuss aus dem rechten Eck (54.). In der 58. Minute rutschte eine Hereingabe von links bis zum zweiten Pfosten durch, wo Mustafa Tekin klärte, der Ball flipperte durch den Strafraum, ehe Eren Ciloglu aus acht Metern zum Abschluss kam, doch der im linken Eck stehende Estermann klärte den Schuss. Drei Minuten später eroberte Krasniqi gegen Kohler auf der rechten Seite den Ball, passte in die Mitte auf Karakoc, der zog nach rechts an seinem Gegenspieler vorbei, schloss aus zwölf Metern ab, Bayer klärte per Fußabwehr, Krasniqi war zur Stelle, schob den Abpraller mit links aus elf Metern zum 3:0 ins lange Eck (61.). Damit war die Partie durch und Jonas Schittenhelm nahm kurz danach vier Wechsel vor. Bei einem Schuss von Till Geißler rechts im Strafraum aufs lange Eck musste sich Dunker strecken, um den Ball um den Pfosten zu lenken (65.). Der eingewechselte Luk Hohmann bediente in der 70. Minute von rechts Erdogan mit einem Diagonalpass, der kam an der Strafraumkante mit links zum Abschluss, Bayer parierte den Schuss mit der Hand, der Ball drehte sich nach hinten weg, prallte an den rechten Innenpfosten und sprang wieder heraus. Nach Pass von Ortivero Calderon steuerte Schurz halblinks aufs Freiberger Tor zu, schloss im Strafraum mit links ab, zielte aber übers lange Eck (74.). Auch der eingewechselte Valentin Bannert scheiterte am Aluminium. Nach Zuspiel in die Tiefe von Noah Plöttner zog er rechts am herauseilenden Torwart Bayer vorbei, traf dann aber aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten (85.). So blieb es beim 3:0. Damit sind die Junglöwen seit sechs Spielen (4 Siege, 2 Remis) unbesiegt.
U19-Coach Jonas Schittenhelm war mit der Spielführung seines Teams zufrieden. „Wir haben uns viele Chancen erspielt, das Spiel im Griff gehabt. In der zweiten Hälfte wurde es ein bisschen wilder, weil Freiberg noch mehr durchgepresst hat. Grundsätzlich finde ich, dass wir es gut gemacht haben. Wir hätten das Spiel noch früher zumachen können.“ Der 40-jährige bezeichnete den Erfolg als geschlossene Teamleistung. „Klar es gibt immer ein paar Situationen, die man besser ausspielen kann. Wir haben dann alle auf der Bank ins Spiel gebracht, dadurch ist etwas die Struktur verloren gegangen. Wir waren nicht mehr ganz so klar in unseren Aktionen. Aber wir hatten weiter Chancen und insgesamt wenig zugelassen.“
STENOGRAMM
U19-DFB-Nachwuchsliga, Hauptrunde Liga B, Gruppe D
9. Spieltag, 18.04.2026, 14 Uhr
TSV 1860 München – SGV Freiberg 3:0 (2:0)
TSV 1860 München
Dunker (Tor) – Krasniqi, Ortiviero Calderon, Estermann, Schurz – Fiedler (64., Wohlketzetter), Jenni (75., Efe), Tekin (64., Plöttner) – Erdogan (75., Bannert), Sturm (64., Hohmann), Karakoc (64., Kawele)
Tore
1:0 Karakoc (10.), 2:0 Ortivero Calderon (35.), 3:0 Krasniqi (61.)
Gelbe Karten
Ortivero Calderon, Erdogan, Jenni – Timoshenko, Rega, Rothkopf
Zuschauer
80 1860-Trainingsgelände Grünwalder Str. 114
Schiedsrichter
Nico Nemtinow (Hochdorf); Assistenten: Paul Züfle (Böhringen), Lukas Lipp (Freiburg)




