Emre Erdogan kehrt nach Zahn-OP und Knieverletzung gegen Frankfurt in die U19 zurück. Foto: Joachim Mentel
Die Löwen-U19 empfängt im zweiten Heimspiel der Hauptrunde der Liga B Eintracht Frankfurt. Die Hessen sind unter der Woche mit einer 0:1-Niederlage gegen Sporting Lissabon als letzter deutscher Vertreter im Achtelfinale der Youth League ausgeschieden. Anpfiff auf dem 1860-Trainingsgelände (Grünwalder Straße 114, 81547 München) ist am Samstag, 28. Februar 2026 um 11 Uhr.
Nach zwei Niederlagen zum Auftakt in der Gruppe D der Liga B nutzten die Junglöwen die spielfreie Zeit, um zu testen. Am vergangenen Samstag spielte man 1:1 gegen die U18 von RB Salzburg. „Ein sehr gutes und intensives Spiel“, fand Trainer Jonas Schittenhelm, der sich mit dem Auftreten seiner Mannschaft zufrieden zeigte. Tags drauf gab es noch ein Test eines gemischten Teams aus U19 und U17 gegen die U19 des FC Memmingen, das mit 3:4 verloren wurde. „Jeder konnte viel Spielzeit sammeln, wir waren mit fast allen Spielern auf dem Platz“, erzählt der 40-jährige Coach.
Optimistisch stimmt Schittenhelm, dass er in der Offensive wieder aus dem Vollen schöpfen kann. „Efe Karakoc, Paul Sturm, Bienvenue Kawele und Emre Erdogan sind wieder voll im Training.“ Erdogan, der zunächst wegen einer Zahn-OP fehlte, war zuletzt wegen einer Kniereizung ausgefallen. „Wir wollten nichts riskieren“, sagt Schittenhelm zur Verletzung des türkischen U19-Nationalspielers. Auch der lange verletzte Noah Plöttner ist wieder dicht an der Mannschaft dran.
Durch die Rückkehrer ist der Konkurrenzkampf um die Plätze entbrannt. „Das merkst du im Training, da ist gut Feuer drin“, hat der Junglöwen-Coach festgestellt. „In den letzten Spielen waren wir nicht an unserem Optimum.“ Gerade auch mit dem größeren Kader hofft er, „dass wir unsere Leistungen wieder steigern können und die Jungs ihr Potential auf die Platte bekommen. Wenn uns das gelingt, wird es ein spannendes Spiel gegen Frankfurt.“
Die Hessen verfügen über eine sehr spielstarke Mannschaft. „Sie haben gute Fußballer drin, sind individuell stark besetzt“, weiß Schittenhelm. Nicht umsonst waren die SGE-Talente die letzte verbliebene deutsche Mannschaft in der Youth League. Die Gruppenphase schloss die Eintracht mit Partien gegen Galatasaray Istanbul (4:0), Atlético Madrid (1:2), FC Liverpool (4:5), SSC Neapel (0:0), Atalanta Bergamo (3:2) und FC Barcelona (3:4) auf Rang 21 ab. Im Sechzehntelfinale schalteten die Jungadler mit Athletic Bilbao einen der Favoriten auf den Titel im Elfmeterschießen aus. Am vergangenen Dienstag mussten sie dann nach einem unglücklich verlaufenen Spiel gegen Sporting Lissabon im Achtelfinale durch ein Eigentor ihres Keepers Amil Siljevic die Segel streichen. Die Doppelbelastung der Eintracht könnte den Junglöwen am Samstag in die Karten spielen, wenngleich Schittenhelm einschränkt: „Es sind sicher nur einige dabei, die gegen Lissabon mitgespielt haben.“
Fehlen werden bei seinem Team gegen Frankfurt Innenverteidiger Ludwig Estermann, der in Freiberg die Gelb-Rote Karte sah und folglich gesperrt ist, sowie Rechtsverteidiger Oliver Arnits, der sich verletzt hat. Jamie Jenni kehrt nach Gelb-Rot-Sperre ins Team zurück.




