13.07.2008 - Groß war die Freude bei Spielern, Trainern und Anhängern der Junglöwen, als der Schlusspfiff des Merkur-Cup Endspiels 2008 ertönte und sich der TSV 1860 München mit einem 2:0-Finalsieg gegen die SpVgg Unterhaching auf souveräne Art und Weise den begehrten Pott holte. Mit nunmehr sieben Titeln sind die Sechziger wieder alleiniger Rekordhalter des weltweit größten E-Junioren Turniers. Auf dem Sportgelände des SC Gaißach wurde in diesem Jahr das Finale des Merkur-Cup ausgetragen. Der Wettergott meinte es allerdings nicht gut mit den Akteuren und zahlreichen Zuschauern, da der Himmel seine Schleusen öffnete und es während des gesamten Turniertages regnete. Die Löwen ließen sich davon aber nicht aufhalten und drückten in beeindruckender Manier dem Turnier ihren Stempel auf und holten sich hoch verdient den Merkur-Cup 2008.
435 Mannschaften aus dem Vertriebskreis des Münchner Merkurs nahmen an der 13. Auflage des Merkur-Cups teil. Etwa 6000 junge Spieler im Alter von 10 und 11 Jahren kämpften über mehrere Runden um den großen Pokal. Stefan Reuter, Geschäftsführer der Münchner Löwen und ehemalige Fußball-Weltmeister, ließ es sich nicht nehmen, dieses prestigeträchtige Turnier zu eröffnen und begrüßte alle qualifizierten Mannschaften, die sich über mehrere Wochen und Runden hinweg für das Finale der "Champions League" der E-Junioren durchzusetzen vermochten. Erneut hatte der Münchner Merkur wieder ein tolles Turnier auf die Beine gestellt und dieses großartige Event trotz des schlechten Wetters zu einem einmaligen Erlebnis für die teilnehmenden Mannschaften und deren Fans gemacht.
Gleich im Auftaktspiel in der Gruppe II traten die "Junglöwen" gegen das Team vom TSV Gräfelfing an, das sie bereits im Kreisfinale zweimal besiegen konnten. Von Beginn an war zu erkennen, dass die Löwen an diesem Tage nur schwer zu schlagen sind. Die Mannschaft von Trainer Thomas Hahn, Alexander Frankenberger und Dieter Hochholzner bestimmte das Spielgeschehen und erspielte sich sehr früh mehrere gute Tormöglichkeiten. Nach wenigen Minuten erzielten die Sechziger zwei Tore und bauten ihre Führung durch konsequente Offensivbemühungen aus. Am Ende stand ein 5:0-Sieg, der auch in dieser Höhe verdient ausfiel.
Auch im zweiten Spiel des TSV 1860 München, diesmal gegen den SE Freising, konnten die "Junglöwen" an die gute erste Partie anknüpfen. Die Freisinger jedoch boten deutlich stärkeren Widerstand und kamen immer wieder gefährlich vor das Löwen-Gehäuse. Die Löwen wurden von Minute zu Minute dominanter und gingen folgerichtig bis zum Halbzeitpfiff mit 2:0 in Führung. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte die U11 des TSV 1860 München auf 3:0 und sicherte sich damit einen weiteren Zusatzpunkt. Danach reduzierten die Sechziger ihr Tempo und der SE Freising kam zu einigen guten Chancen, die aber Torhüter Patrick Seuffert mit tollen Paraden vereiteln konnte. Der Freistoßtreffer zum 3:1-Endstand durch den SE Freising bedeutete das zweite Gegentor der Junglöwen in all den gespielten Merkur-Cup Runden. Letztlich sicherte sich das Team von Trainer Hahn durch diesen Sieg vorzeitig das Erreichen der Semifinalrunde.
Im letzten Gruppenspiel kam es zum ewig jungen Derby zwischen den Münchner Löwen und dem FC Bayern München. Um den Gruppensieg zu erlangen, brauchte die U11 des TSV 1860 aufgrund der schlechteren Tordifferenz einen Sieg gegen den Lokalrivalen von der Säbener Straße. Die Löwen gaben von Beginn der Partie den Ton an und ließen Ball und Gegner laufen. In den ersten zehn Spielminuten kamen die Junglöwen auch zu einigen sehr guten Torchancen, die allerdings nicht verwertet werden konnten. Trotz der herausgespielten Überlegenheit ging es torlos in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel zeigten die Löwen ihre Dominanz und drängten die Roten in deren Hälfte. Schließlich gelang den Löwen doch noch der Siegtreffer durch Alexander Fuchs, der mit einem Flachschuss den Bayern-Keeper tunnelte. Die Abwehr der Sechziger stand bombensicher, so dass es schließlich beim hoch verdienten 1:0-Sieg der Löwen blieb und die Hahn-Truppe als Erstplatzierter ins Halbfinale einzog.
Im Halbfinale musste die Mannschaft des TSV 1860 München gegen den Kooperationspartner JFG TaF Glonntal ran, der es mit einer starken Leistung verdient unter die letzten vier verbleibenden Teams geschafft hatte. Die Löwen kontrollierten das Spielgeschehen und erarbeiteten sich klare Feldvorteile. Mit sehenswert herausgespielten Treffern gingen die Löwen noch vor der Pause mit 2:0 in Front. Weitere schöne Ballstaffetten über den starken Valentin Micheli führten letztlich zum verdienten 4:0-Sieg und dem Einzug ins Endspiel des Merkur-Cup 2008.
Im zweiten Halbfinale gab es wohl die größte Überraschung des Turniers. In einer spannenden Begegnung warf die stark auftrumpfende SpVgg Unterhaching den FC Bayern München vorzeitig aus dem Rennen. 3:1 hieß es nach regulärer Spielzeit und die SpVgg Unterhaching, die auch im letzten Jahr bis ins Finale vordrang, feierte mit einer guten Vorstellung den verdienten Einzug ins Endspiel.
Im Finale des Merkur-Cup 2008 zwischen dem TSV 1860 München und der SpVgg Unterhaching konnten die Münchner Löwen nicht mehr ganz so souverän ihre bravourösen Leistungen aus den vorherigen Spielen abrufen. In den ersten Minuten gingen die Hachinger sehr motiviert in die Partie und ließen die Junglöwen nicht zur Entfaltung kommen. Als der Anfangsdruck verflogen war, kamen die Junglöwen besser in die Partie und erspielten sich fortan ein leichtes Übergewicht. Noch vor Ende der ersten Halbzeit erzielten die in den neuen erima-Trikots ausgestatteten Löwen den Führungstreffer, der durch eine herrliche Kombination durch die beiden Sturmspitzen Niklas Wieners und Florian Neuhaus herausgespielt wurde. Die SpVgg ließ nicht locker und sorgte vor allem bei Weitschüssen für Unruhe im Löwen-Strafraum. Die Sechziger-Abwehr um Kapitän Christoph Greger hielt aber dicht und ließ wenig zu. Die Löwen machten indes selbst durch den vorentscheidenden zweiten Treffer den Sack zu. Nach toller Vorarbeit von Moritz Heinrich vollendete Florian Neuhaus. Ein Treffer der Marke Traumtor zum 2:0-Finalsieg! Die U11 des TSV 1860 München feierte nach dem Schlusssignal des ausgezeichneten Referees ausgelassen den siebten Titel. Die Freude der Spieler, Trainer und Eltern kannte anschließend keine Grenzen. Die Junglöwen lagen sich in den Armen und hoben zu Jubelgesängen an, die von Konfettiregen begleitet wurden.
Ein verdienter Sieg der Junglöwen, die über die gesamten Runden hinweg lediglich zwei Gegentreffer zuließen, alle Spiele gewannen und auch im Finale in Gaißach eindrucksvoll ihr Können demonstrierten.
Auch bei der anschließenden Siegerehrung gab es dann kein Halten mehr. Die "Junglöwen" rissen die Arme in die Höhe und streckten den begehrten Siegerpokal des Merkur-Cups in die Luft. Auch der ehemalige Fußballprofi und Weltmeister Guido Buchwald und die ehemalige Weltklasse-Skirennläuferinnen Annemarie und Michaela Gerg waren gekommen, um bei diesem bedeutenden Turnier im Nachwuchsbereich dabei zu sein und bei der Siegerehrung mitzuwirken. Das junge Löwen-Team um Trainer Thomas Hahn, Co-Trainer Alexander Frankenberger und Betreuer Dieter Hochholzner hat sich mit diesem überlegenen und positiven Auftritt im gesamten Merkur-Cup viele Sympathien erworben und wiederum die gute Nachwuchsarbeit des TSV 1860 München zum Ausdruck gebracht. Ein besonderes Dankeschön gilt auch dem gesamten Team des SC Gaißach, dem BFV und insbesondere dem Münchner Merkur für die großartige Organisation des Merkur-Cup Finals im EM-Jahr 2008 und den zahlreichen Sponsoren, die zum guten Gelingen des Turniers beitragen.
Gratulation an die Junglöwen für Ihre dargebotene Leistung!
Im Merkur-Cup Finale in Gaißach kamen folgende Spieler für den TSV 1860 München zum Einsatz: Patrick Seuffert, Sascha Liebl, Noah Shields, Julian Eschenbach, Christoph Greger, Lucas Krug, Niklas Wieners, Patrick Gegenbauer, Alexander Fuchs, Valentin Micheli, Florian Neuhaus, Moritz Heinrich.
jj
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Löwen holen verdient den Merkur-Cup 2008
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