Noah Plöttner, angefeuert von den Junglöwen-Trainern, auf dem Weg zum Mainzer Tor. Foto: Dirk FiedlerNoah Plöttner, angefeuert von den Junglöwen-Trainern, auf dem Weg zum Mainzer Tor. Foto: Dirk Fiedler

Die Löwen-U17 egalisiert in der ersten Hälfte einen 0:2-Rückstand durch Tore von Georgios Genidis (31.), und Noah Plöttner (36.), handelt sich dann aber zu Beginn der 2. Halbzeit innerhalb von sechs Minuten wieder zwei Gegentreffer ein (47. und 53.). Nach dem 5:2 trifft Mustafa Tekin per Foulelfmeter zum 5:3-Endstand.

Es fing gut an für die Junglöwen. In der 3. Minute konnte ein 17-Meter-Schuss von Job Musuasua gerade noch übers Tor abgefälscht werden. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte steuerte Noah Plöttner von rechts aufs Mainzer Tor zu, schloss dann aber am Fünfmetereck nicht selbst ab, sondern legte quer auf Georgios Genidis, der aber gut abgeschirmt war (7.). Im Gegenzug gingen die 05er mit der ersten gefährlichen Szene in Führung. Ein weiter Abschlag von Torwart Mehmet Özcelik leitete Theophilus Akoto auf rechts weiter auf den gestarteten Jesse Wegjan, der unbedrängt aus 13 Metern zum Schuss kam, die Kugel zum 1:0 im langen Eck versenkte (8.). Zwei Minuten später erhöhten die Gastgeber auf 2:0. Im Anschluss an einen Pass von Wegjan in die rechte Schnittstelle lief der schnelle Theophilus Akoto Lance Fiedler davon und setzte aus 14 Meter die Kugel an Mauricio Dunker vorbei, der sich ihm entgegenwarf (10.). Trotz dieses Doppelschlags fingen sich die Junglöwen wieder und schafften nach einer halben Stunde den Anschlusstreffer. Nach einer Balleroberung fast an der Mittellinie passte Leon Rexhaj das Spielgerät in die Tiefe auf Genidis, der halblinks im Strafraum nicht angegriffen wurde und mit viel Gefühl die Kugel ins rechte obere Eck zum 1:2 schlenzte (31.). Fünf Minuten später sogar der Ausgleich. Santiago Peluso Briceno hatte auf der rechten Seite Musuasua auf die Reise geschickt, der passte zu Noah Plöttner am vorderen Fünfmetereck. Geschickt schirmte der Stürmer den Ball ab, traf aus der Drehung zum 2:2 ins kurze Eck (36.). Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten getauscht.

Zwei schnelle Gegentore zu Beginn der 2. Halbzeit ließen schnell die Hoffnungen auf Punkte in Mainz schwinden. Einen Ballgewinn von Luk Hohmann vor dem eigenen Strafraum gegen Daniel Imafidon wertete Schiedsrichter Jannis Jäschke als Foul. Batuhan Deliboyraz lief an, versenkte die Kugel aus 25 Metern im linken unteren Eck zur erneuten Mainzer Führung (47.). Die Junglöwen hatten in der Folge gut Ansätze, doch erneut fehlte im letzten Drittel die entscheidende Aktion, um zu Toren zu kommen. In der 53. Minute war es Hohmann, der seinen eigenen Torwart überwand. Tobias Weileder hatte von rechts geflankt, der 1860-Kapitän hatte Jan Becker in seinem Rücken, wollte klären und traf zum 2:4 ins eigene Netz (53.). Im Gegensatz zur ersten Hälft kamen die Junglöwen diesmal nicht mehr zurück. Sie versuchten zwar die Mainzer unter Druck zu setzen, aber das gelang zu selten. Erst in der Nachspielzeit gab es nochmals Tore. Becker hatte einen hohen Ball auf Mohamed Benslaiman abgelegt, der spielte ihn sofort in die Tiefe, wodurch Becker frei auf Dunker zulief und die Kugel im kurzen Eck zum 5:2 versenkte (90.+3). Auf der anderen Seite wurde Genidis nach einem kurz ausgeführten Eckball beim Einlaufen in den Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Mustafa Tekin sicher zum 5:3-Enstand (90.+4).

„Wir haben richtig gut ins Spiel gefunden“, analysierte U17-Coach Felix Hirschnagl. „Vor dem ersten Mainzer Tor hätten wir schon zwei Treffer landen können“, ärgerte sich der 39-Jährige. „Nach dem ersten langen Ball liegen wir dann 0:1 hinten.“ Auch das 0:2 sei nach einer ähnlichen Konstellation gefallen. „Es spricht aber für die Moral der Jungs, dass es zur Pause 2:2 steht.“ Das 2:3 sei ärgerlich gewesen, weil das Foul, das zum Freistoß führte, aus seiner Sicht keines war. Als „heftig“ bezeichnete Hirschnagl das Eigentor zum 2:4. „Wir haben fast die komplette Spielzeit auf Augenhöhe gestaltet, aber wenn es darum geht, was konsequent weg zu verteidigen oder ein entscheidendes Duell zu gewinnen, dann ziehen wir immer den Kürzeren“, so sein Resümee. Gegentor Nummer eins, zwei und fünf seinen „zu billig“ gewesen. „Das war kein adäquates Verteidigungsverhalten. Wenn du drei Tore in Mainz schießt, dann musst du einfach was mitnehmen. Aber bei unserem Defensivverhalten sind selbst drei Tore zu wenig“, so die bittere Erkenntnis des U17-Coaches.

Mustafa Tekin (li.) traf in der Nachspielzeit per Elfmeter. Foto: Dirk FiedlerMustafa Tekin (li.) traf in der Nachspielzeit per Elfmeter. Foto: Dirk Fiedler


STENOGRAMM

U17, 23. Spieltag B-Junioren-Bundesliga, 06.04.2024, 11 Uhr
1. FSV Mainz 05 – TSV 1860 München 5:3 (2:2)

TSV 1860 München
Dunker (Tor) – Peluso Briceno (62., Mühl), Hohmann, Krasniqi, Fiedler – Rexhaj, Husic (62., Schurz), Tekin – Musuasua, Plöttner (79., Djaleu), Genidis.

Tore
1:0 Wegjan (8.), 2:0 Akoto (10.), 2:1 Genidis (31.), 2:2 Plöttner (36.), 3:2 Deliboyraz (47.), 4:2 Hohmann (53., Eigentor), 5:2 Becker (90.+3), 5:3 Tekin (Foulelfmeter, 90.+4)

Gelbe Karten
Potulski –

Zuschauer
100 auf dem WOLFGANG FRANK CAMPUS Mainz

Schiedsrichter
Jannis Jäschke (Nieder-Roden); Assistenten: Jan Bernstädt (Plaidt), Arun Singh Ghotra (Zeilsheim)

Teamseite der U17-Junioren

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