28.05.2007 - Die U19 der Münchner Löwen hat das Finale im DFB-Vereinspokal gegen den Nachwuchs des VfL Wolfsburg mit 2:1 gewonnen. Die Tore vor etwa 500 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Sportpark in Berlin erzielten Alexander Eberlein (50.) und Philipp Hosiner (90.); für die Wölfe war Jan-Christian Meier erfolgreich (12.).

Ausgangslage:
Der Weg ins Finale begann für die Junglöwen mit einem Freilos in der 1. Runde. Im Achtelfinale bezwangen sie den A-Junioren-Meister der Bundesliga Nord/Nordost, Werder Bremen, im Grünwalder Stadion mit 2:0. Im Halbfinale setzten sie sich auf Kunstrasen am Trainingsgelände mit 4:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern durch, und im Halbfinale gewannen die Junglöwen beim FC Hansa Rostock mit 2:0. "Dieses Pokalfinale ist ein absolutes Highlight für alle", so U19-Trainer Claus Schromm vor der Partie. "Die Endspielteilnahme ist eine weitere Bestätigung der guten Nachwuchsarbeit, die bei Sechzig seit Jahren Tradition hat", sagte 1860-Geschäftsführer Stefan Reuter.

Personal:
Die Junglöwen konnten nicht in Bestbesetzung antreten. Manuel Schäffler fehlte gesperrt, Timo Gebhart, Julian Baumgartlinger sowie Lars und Sven Bender stehen am Samstag im Kader von 1860 II im Derby gegen Bayern München II. "Wenn wir aus der Regionalliga absteigen würden, wäre das absolut fatal, gerade für die Weiterentwicklung unserer jungen und talentierten Spieler", zeigte Schromm Verständnis. "Deswegen genießt unsere Zweite Mannschaft in diesem Fall Priorität." Dafür kam Alexander Eberlein, der bereits im Achtelfinale gegen Werder Bremen spielte, zum Einsatz.

Spielverlauf:
"Wolfsburg hat eine technisch sehr versierte Mannschaft", so Schromms Einschätzung des Gegners. "Wir sind stärker in der Defensive und sie in der Offensive. Ich glaube, dass es ein enges Spiel wird", so die Meinung von VfL-Trainer Peter Hyballa vor der Partie. Der Tabellenzweite der Junioren-Bundesliga Nord/Nordost Rang erwischte den besseren Start, wenngleich Schiedsrichter Christian Dingert nicht unerheblichen Anteil daran hatte. Nach einem Zweikampf zwischen Florian Jungwirth und Juri Neumann entschied der Unparteiische aus Thallichtenberg zur Überraschung aller auf Strafstoß. "Das war kein Foul, er hat zuerst klar den Ball gespielt", echauffierte sich Ernst Tanner, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. Jan-Christian Meier verwandelte den Elfmeter sicher zum 0:1 (12.). Die U19 der Löwen agierte optisch überlegen. Eberlein mit einem Distanzschuss, der knapp das Ziel verfehlte (4.), Mathias Wittek per Kopf aus sechs Metern in die Arme des VfL-Keepers (15.) und Pirmin Lechthaler mit einem Lattenknaller ans Kreuzeck (29.) konnten bei den sich bietenden Chancen aber kein Kapital schlagen. Auf der anderen Seite bereinigte zunächst Wittek eine brenzlige Situation im Strafraum (6.), später klärte Jungwirth vor einem einschussbereiten Wolfsburger (16.). Nach der Pause kehrten die Löwen mit viel Schwung aus der Kabine zurück aufs Spielfeld. Sandro Kaiser wurde am linken Strafraumeck gefoult, den fälligen Freistoß hämmerte Eberlein aus 20 Metern flach ins lange Eck zum verdienten 1:1-Ausgleich (50.). Fünf Minuten später musste Dennis Riemer mit Gelb-Rot vom Platz. "Das war der Knackpunkt im Spiel", so Tanner. Die Junglöwen spielten taktisch klug weiter, ließen den Ball laufen und kombinierten teils gefällig miteinander, aber sowohl Lechthaler (59./67.) als auch Michael Schick (72.) und Maximilian Knauer (76.) hatten bei ihren Schussversuchen Pech. Wolfsburg strahlte nur noch einmal bei einem Schuss von Kevin Maek Torgefahr aus, Andreas Rössl parierte aber glänzend (68.). Als die rund 500 Zuschauer (darunter etwa 400 stimmgewaltige Löwenfans, Präsident Albrecht von Linde, Geschäftsführer Dr. Stefan Ziffzer und Profi-Trainer Marco Kurz) mit einem Elfmeterschießen rechneten, schlug Eberlein einen langen Pass in den Strafraum der Wölfe, Lechthaler verlängerte per Kopf auf Hosiner, der fackelte nicht lange und versenkte das Leder vom Elfmeterpunkt aus volley zum 2:1-Siegtreffer (90.). "Der Sieg war aufgrund der spielerischen Überlegenheit verdient", bilanzierte Tanner. "Jetzt wird gefeiert!" Nach sieben Jahren gewann die Löwen-U19 erneut den DFB-Pokal. 2000 setzte sich der Nachwuchs des TSV 1860 gegen den HSV mit 2:1 durch, u.a. durch ein Tor von Benny Lauth. Am Samstag wird der Löwentross das Endspiel der Damen und der Herren im Berliner Olympia-Stadion besuchen.

1860: Rössl – Mayr, Jungwirth, Wittek, Schick – Stahl, Eberlein – Steiner, Kaiser – Hosiner, Lechthaler.
Ersatz: Rösch (Tor) – Langer, Machul, Alschinger, Knauer, Fries, Ibrahim.

VfL: Klepold – Schulze, Schlimpert, Meier, Celikyurt – Reiche, Maek, Neumann – Riemer, Brendel, Evljuskin.
Ersatz: Leiding (Tor) – Thomsen, Kahlert, Klamt, Yilmaz, Weiß, Anacleto.

Wechsel: Knauer für Wittek (46.), Alschinger für Steiner (70.) - Anacleto für Brendel (65.), Kahlert für Neumann (86.).

Tore: 0:1 Meier (12./FE), 1:1 Eberlein (50.), 2:1 Hosiner (90.)
Gelbe Karten: Wittek, Schick – Neumann, Reiche.
Gelb-Rot:
Riemer (55.).
Zuschauer:
500 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Berlin.
Schiedsrichter:
Christian Dingert (Thallichtenberg); Assistenten: Torsten Bauer (Seesbach) und Tobias Christ (Kaiserslautern).

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